Porträt des gestürzten Diktators Ben Ali: Fiktive Anstellungsverhältnisse.

Verhaftungswelle bei Tunisair

Gleich vier Ex-Chefs werden verdächtigt, Verwandten des Ex-Diktators Ben Ali fiktive Jobs zugeschanzt zu haben.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Praxis soll in Tunesien gang und gäbe gewesen zu sein: Kaderleute der staatlichen Fluggesellschaft schufen gut bezahlte fiktive Stellen für Personen, die der Regierung nahe standen. Entweder waren es Familienangehörige von Funktionären der Regierungspartei Rassemblement constitutionnel démocratique oder Verwandte des Alleinherrschers Zine el-Abidine Ben Ali. Gearbeitet haben diese Angestellten freilich nie. Nun will Verwaltungsreform-Minister Mohamed Abbou die Verantwortlichen für diese illegale Abzweigung von Staatsvermögen zur Rechenschaft ziehen. Er ließ letzte Woche gleich acht ehemalige Kadermitarbeiter von Tunisair festnehmen. Fünf davon sind die Ex-Firmenchefs Tahar Haj Ali, Nabil Chettaoui, Rafaa Dkhil, Ahmed Smaoui und Youssef Néji.

Am Freitag wurden zwei Manager wieder freigelassen, nachdem sie länger befragt worden waren. Drei wurden unter Hausarrest gestellt. Drei Führungsleute der tunesischen Airline sitzen aber weiter in Haft. Neben fiktiven Arbeitsplätzen steht auch der Vorwurf der Korruption im Raum. In den Medien wurde der Kampf gegen den Diebstahl von Staatsvermögen zwar weit herum begrüßt. Es wurde aber auch die Frage gestellt, ob die ehemaligen Konzernchefs wirklich etwas dafür können, wenn in ihrem Unternehmen Dinge geschahen, die in der Zeit der Diktatur üblich waren. Dies umso mehr, als es kaum möglich war, der Familie von Regierungschef Ben Ali etwas abzuschlagen. Offenbar sollen konkret drei Angehörige der Herrscherfamilie fiktive Posten bekommen haben.

Bessere Auslastung

Seit dem Sturz des Diktators versucht sich Tunisair aufzurappeln. 2011 flog die Fluggesellschaft als Folge des Arabischen Frühlings einen Verlust von umgerechnet 100 Millionen Euro ein. Inzwischen besserte sich die Situation aber deutlich. Zwischen Anfang Januar und Ende März 2012 transportierte die Airline 668'000 Passagiere - beinahe 50 Prozent mehr als in der gleichen Periode im Vorjahr. Die Auslastung betrug 73,8 Prozent.

Mehr zum Thema

So nah kommt man Giraffen sonst nie wie im  Royal Livingstone

Sambia: Giraffen füttern, raften und baden am Abgrund

Eine Dash 8 von Air Kenya und die bisherigen Stopps der Auslieferungsroute: Kleiner Flieger, langer Weg.

So fliegt eine Dash 8-200 von Kanada nach Kenia

Flieger von Air Senegal: Airline in der Krise.

Regierung stellt Notfallplan zur Rettung von Air Sénégal vor

Airbus C295  (hier bei der Auslieferung): Fliegt für Senegals Luftwaffe.

Armee übernimmt Inlandsstrecken im Senegal

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack