Es war sein erster großer öffentlicher Auftritt als neuer Chef von Air India. Auf dem Aviation India 2026 Summit am 3. November stellte Tewolde Gebremariam klar, dass die Rentabilität für ihn oberste Priorität hat, berichtet das Portal Aviation Week. Die Herausforderungen sind allerdings groß. Hohe Verluste, steigende Treibstoffkosten und die Sperrung des pakistanischen Luftraums machen der Fluggesellschaft zu schaffen. Der Umbau werde 15 bis 20 Jahre dauern, schätzt Gebremariam.
Trotzdem will der frühere Chef von Ethiopian Airlines mehr Langstreckenflugzeuge bestellen. Welche Modelle und wie viele er dabei im Auge hat, ließ er offen. Auf der Langstrecke sieht er großes Wachstumspotenzial, und dafür braucht es effiziente Langstreckenflugzeuge. Außerdem soll das Streckennetz an die Luftraumsperre angepasst werden, Bengaluru, Delhi, Hyderabad und Mumbai sollen zu internationalen Drehkreuzen wachsen. «Indien kann ein globales Drehkreuz werden», so der Chef.
Air India betreibt über 50 Langstreckenflugzeuge
Dabei hat Air India bereits zahlreiche Langstreckenflugzeuge bestellt. Laut dem Datenanbieter CH Aviation stehen 24 Airbus A350-1000, 19 A350-900, 16 Boeing 787-9 und zehn Boeing 777-9 in den Auftragsbüchern. Die ersten neuen 787-9 sind seit Januar im Einsatz, der erste A350-1000 soll bis Jahresende folgen. Wann die 777-9 kommen, ist offen. Auch die aktuelle Flotte ist mit 56 Großraumflugzeugen nicht klein. 22 Boeing 787-8 und 18 Boeing 777-300 ER bilden das Rückgrat. Hinzukommen zehn Boeing 787-9 und sechs Airbus A350-900.