Wer in der Notsituation auf der Toilette ist, sollte dort schleunigst weg.

Terrorgefahr auf Toiletten

US-Fluglinien entfernten die Sauerstoffmasken aus ihren Toiletten - wegen Gefahr durch Terroristen. Flugbegleitern macht das aber Sorgen.

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«Im Falle eines Druckverlustes legen Sie ihre Sauerstoffmasken an» - in den USA könnten manche Passagiere diesen Hinweis im Ernstfall momentan nicht befolgen. Im März dieses Jahres hatte die Luftfahrtbehörde FAA die Fluggesellschaften aufgefordert, die Masken aus den Toiletten zu entfernen. Die Geräte, die die Masken mit Sauerstoff versorgen, stellen laut der Behörde eine Gefahr dar. Sie seien einfach zugänglich und potenzielle Terroristen könnten sie nutzen, um eine Explosion oder ein Feuer auszulösen, so die Befürchtung. Die Entscheidung hatte die FAA gemeinsam mit der Transportbehörde TSA und dem FBI getroffen.

Wie die FAA gegenüber der Zeitung USA Today erklärte, sei das lediglich eine vorbeugende Maßnahme gewesen. Eine Gefahr habe zu keiner Zeit bestanden. Jetzt arbeiten die Behörde gemeinsam mit Flugzeugproduzenten an einer Technik, die in den Toilettenräumen im Ernstfall Sauerstoff bereitstellt, ohne das Risiko eines Anschlages zu erhöhen. Zwei bis vier Jahre dürfte dieser Prozess gemäß der FAA dauern. Zwei bis vier Jahre zu lang, wenn man Luftfahrtexperten und Arbeitnehmern aus der Branche glaubt. Wenn in einer hohen Flughöhe ein Druckverlust entsteht, besteht für Passagiere Lebensgefahr, wenn nicht umgehend Sauerstoff zugeführt werden kann.

Bleibende Schäden befürchtet

Passagierflieger bewegen sich oft in einer Reiseflughöhe von 35'000 Fuß (etwa 11'000 Meter). Die FAA selbst hat in einer Richtlinie für Fluggesellschaften vor 15 Jahren festgehalten: Wer in einer Höhe über 25'000 Fuß länger als zwei Minuten ohne Sauerstoffversorgung bleibt, könnte dauerhafte Schäden davontragen. Die Behörde argumentiert nun, dass die Flugbegleiter eigene «mobile» Sauerstoffmasken besitzen, mit denen sie Passagieren - zum Beispiel auf der Toilette - helfen können. Aus dem Verband der Flugbegleiter heißt es jedoch, dass die Sicherheitsanweisung klar laute, die nächste, verfügbare Maske zu verwenden. Und wenn diese gerade nicht mobil sei, dürfe man sich nicht mehr bewegen.

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