Taiwan, China: So sieht es Peking gerne.

Streit mit ChinaTaiwaner sollen Emirates, Lufthansa und Co. boykottieren

Peking verlangt, dass ausländische Airlines Taiwan als Teil Chinas bezeichnen. Taipeh reagiert und ruft die Bevölkerung zum Boykott gehorchender Fluglinien auf.

Top-Jobs

Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Condor Logo Stelle

Duty Manager Ground Handling Center im Schichtdienst (m/w/d)

Feste Anstellung
Condor Flugdienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (m/w/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Pilatus

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero-Dienst

Fluggerätmechaniker (w/m/d) als Prüfer / Certifying Staff (w/m/d) EASA Part 66 CAT B1 und/oder B2 für Challenger 650

Feste Anstellung
Luftfahrt
Aero-Dienst GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Der chinesische Bürgerkrieg endete zwar 1949. Doch er wirkt bis heute nach. Die Regierung in Peking erachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und eigenes Staatsgebiet. Die Regierung der Republik China in Taipeh wehrt sich dagegen und verteidigt ihre Unabhängigkeit. In diesen Streit um Taiwan wurden in den letzten Wochen auch viele große Fluggesellschaften gezogen.

Die Civil Aviation Administration of China hat 44 ausländischen Fluggesellschaften eine Frist bis zum 25. Mai gesetzt, Taiwan und Hongkong auf ihren Webseiten als Teil von China zu bezeichnen. Auf Karten muss die Insel gleich eingefärbt sein wie die Volksrepublik. 18 von ihnen haben bis zum Ultimatum reagiert, darunter British Airways, Air Canada, Air France, Emirates, Malaysia Airlines und Lufthansa (mit den Töchtern Austrian Airlines, Swiss). 26 haben eine Verlängerung verlangt und haben nun bis zum 25. Juli Zeit, die Anpassungen vorzunehmen. Dazu gehören unter anderen ANA All Nippon und United.

 «Orwellscher Unsinn»

Die chinesische Luftfahrtbehörde erklärte bereits, dass alle 44 Fluggesellschaften der Anweisung folgen werden. Die Regierung der USA hatte allerdings zuvor American Airlines, Delta und United angehalten, nicht zu parieren. Den Befehl der Chinesen bezeichnete das Weiße Haus als orwellschen Unsinn.

Viel dagegen tun kann Taiwan nicht. Die Machtverhältnisse zwischen dem Inselstaat und der Volksrepublik sind klar verteilt. Dennoch gibt sich der kleinere Staat kämpferisch. Man erwäge gerichtlich gegen gehorchende Fluggesellschaften vorzugehen, erklärte David Lee, Chef des Nationalen Sicherheitsrates Taiwans, dieser Tage der Zeitung Financial Times. Er gab aber zugleich zu, dass dies nicht einfach sei und es Jahre dauern werde, bis man ein Urteil habe.

Airlines brandmarken

Deshalb will Taiwan vorerst sanfteren Druck aufbauen. «Wir sitzen nicht einfach da. Wir verteidigen uns», so Lee zum Blatt. Man werde die Airlines öffentlich brandmarken. Dann werde man dem Volk sagen: «Das sind die Fluggesellschaften, die vor China eingeknickt sind. Es ist eure Wahl sie zu benutzen oder nicht.»

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa City Airlines wächst bis Jahresende 2025 auf 13 Flugzeuge und 22 Ziele

Boeing 787-9 von Lufthansa: Die Fluglinie steht in der Kritik.

Bericht wirft Lufthansa heikle Tankpraxis und Routenplanung vor

Jürgen Raps: Er hatte von der Lufthansa-Chefetage den Auftrag erhalten, eine «astreine, fehlerfreie Einführung» sicherzustellen.

Warum Jürgen Raps den Airbus A380 derart liebte

airbus a380 juergen raps

Lufthansas langjähriger Chefpilot und Airbus-A380-Legende Jürgen Raps verstorben

Video

pia crew streit
Am Flughafen Jeddah sind zwei Crewmitglieder von Pakistan International Airlines aneinandergeraten. Die Fluglinie untersucht den Vorfall nun.
Timo Nowack
Timo Nowack
hund veraengstigt
Für viele Tiere ist das Feuerwerk in der Silvesternacht der reinste Horror. Hundehalterinnen und -halter suchen daher mit ihren Tieren Zuflucht an Flughäfen. Und das nicht nur in Deutschland.
Timo Nowack
Timo Nowack
Prototyp der EFlyer 2: Dass Flugzeug soll 2026 von der FAA zertifiziert werden.
Der Eflyer 2 soll im kommenden Jahr zertifiziert werden. Sechs Jahre später als ursprünglich anvisiert. Dafür soll es ein elektrisches Schulungsflugzeug mit sehr geringen Betriebskosten werden, verspricht Hersteller Bye Aerospace.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies