Für die HB-JMB war es keine normale Reise. Am Mittwoch (14. Oktober) hob sie zu ihrem allerletzten Flug ab. Der Airbus A340 von Swiss startete unter der Flugnummer LX5202 in Zürich und landete nach rund einer Stunde in Twente bei Enschede. Dort wird er von Aircraft End-of-Life Solutions AELS zerlegt, wie das Portal Luchtvaartnieuws berichtet.
Zuvor werden allerdings noch einige Komponenten ausgebaut: «Vor Ort bauen unsere Technikerinnen und Techniker noch bestimmte Teile aus, die im Besitz von Swiss bleiben», so ein Sprecher zu aeroTELEGRAPH. Anschließend werde der 23 Jahre alte Langstreckenjet am Flughafen Twente zerlegt. Mit der HB-JMB verschwindet der erste der vier verbliebenen Airbus A340-300 aus der Flotte von Swiss.
HB-JMB hat mehr als 110.000 Flugstunden auf dem Buckel
Die HB-JMB verbrachte ihr ganzes Leben bei Swiss. Kurz nach der Gründung der neuen Fluglinie im Frühjahr 2002 wurde sie bestellt, im Juli 2003 absolvierte sie ihren Erstflug und am 26. September 2003 wurde sie ausgeliefert. Seither hat sie viel gearbeitet. Sie war mehr als 110.000 Stunden in der Luft. Dabei absolvierte sie mehr als 12.300 Flüge und war Tag für Tag fast 13 Stunden in der Luft, wie Daten von CH Aviation zeigen.
Dass der Abschied ohne Ankündigung erfolgte, bedeutet jedoch nicht, dass die übrigen ebenso still und leise verschwinden werden. Die Ausmusterung der HB-JMB sei erst der Anfang eines längeren Prozesses, der sich über die kommenden Monate erstrecken werde, erklärt der Sprecher. Swiss wolle die besondere Geschichte des Vierstrahlers auch öffentlich würdigen und plane verschiedene Dinge. Swiss ersetzt die Vierstrahler nach und nach durch Airbus A350-900.
Drei Airbus A340 bleiben vorerst bei Swiss
aeroTELEGRAPH