Blick auf den Lago Maggiore beim Anflug auf Lugano: Die Strecke steht auf dem Prüfstand.

Bahn als möglicher ErsatzSwiss prüft Einstellung der Strecke Zürich - Lugano

Die Schweizer Fluggesellschaft denkt darüber nach, die Flüge zwischen Zürich und Lugano einzustellen. Denn schon bald ist die Bahn deutlich schneller als die Flieger von Swiss.

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Zwei lange Löcher im Alpenfels machen die Bahnfahrt in den Südschweizer Kanton Tessin deutlich schneller. Am 11. Dezember 2016 fuhr der erste reguläre Personenzug durch den Gotthard-Basistunnel und verkürzte die Reisezeit zwischen Zürich und Lugano um 30 Minuten. Ende 2020 wird auch der Ceneri-Basistunnel eröffnet und dadurch sparen Reisende nochmals 30 Minuten.

Die Fahrt von Stadtzentrum zu Stadtzentrum dauert dann weniger als zwei Stunden. Dagegen kommt Swiss mit ihren vier täglichen Flugverbindungen kaum mehr an. Deshalb macht sich die Fluggesellschaft bereits erste Überlegungen zur Strecke. «Als Airline der Schweiz binden wir auch das Tessin über Zürich an die Welt an. Wenn die Bahn durch eine schnelle Verbindung eine Alternative zum Inlandflug werden sollte, schauen wir es uns zu gegebener Zeit an», so Chef Thomas Klühr im Interview mit der Sonntagszeitung.

Genf bleibt

Der sogenannte Flugzug als Anbindung von Basel an das Drehkreuz Zürich funktioniere «sehr gut», meinte er weiter. «Man könnte überlegen, ob man eine ähnliche Lösung mit dem Tessin findet.» Aktuell führt Adria Airways die Flüge zwischen Zürich und Lugano im Wet-Lease für Swiss durch.

Nicht gefährdet ist dagegen die andere ganzjährige Inlandsstrecke von Swiss «Wenn wir Genf nicht anbinden, weichen viele Fluggäste an andere Drehkreuze als Zürich aus. Das würde nicht nur der Umwelt schaden, sondern auch der Schweizer Volkswirtschaft», so Klühr.

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