Boeing 747 von Lufthansa: Herausfordernde Weltlage für die Langstrecke.

UnsicherheitWie Lufthansa und Swiss jetzt ihr USA-Geschäft planen

Was wird an Küchentischen in Deutschland, Österreich und der Schweiz über Urlaub in den USA gesagt? Lufthansas Konzernchef Carsten Spohr hat dazu eine Vermutung - und eine Hoffnung.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Obwohl der Ton zwischen Donald Trumps USA und Europa rauer geworden ist, spürte die Lufthansa-Gruppe im ersten Quartal keine sinkenden Fluggastzahlen von und nach Nordamerika. Diese stiegen sogar. Ebenso die Durchschnittserlöse.

«Im zweiten Quartal ist von einer Eintrübung bisher nichts zu spüren», sagte Lufthansa-Group-Chef Carsten Spohr in einem Pressegespräch. Generell gelte: «Die Vorausbuchungszahlen in allen Verkehrsgebieten liegen auf und zum Teil auch über Vorjahresniveau.» Für das gesamte erste Halbjahr gehe man daher von einer positiven Entwicklung aus.

Leichte Abschwächung im dritten Quartal

«Für das dritte Quartal ist die Sichtbarkeit geringer», so Spohr. «Aber wir sehen erste Anzeichen einer leichten Abschwächung, zumindest was die Buchungseingänge der letzten vier Wochen angeht, die sich etwas verlangsamt haben, mit starkem Fokus auf den günstigsten Reiseklassen in der Economy Class zu Zielen in den USA.»

Für das vierte Quartal hat Lufthansa sowieso eine Reduzierung des Wachstums von 6 auf 3 Prozent auf dem Nordatlantik vorgesehen. Sollten sich das Geschäft verschlechtern, hält sie sich offen, schon im dritten Quartal zu reduzieren.

Spohrs Gedanken über Küchentischgespräche

Derzeit «wäre es aber verfrüht, von einer kompletten, strukturellen Abkühlung der Nachfrage zu sprechen», so Spohr. Auch, weil in volatilen Zeiten kurzfristiger gebucht werde.

«Gerade, wenn es hier um Urlaubsreisen in die USA geht, besonders aus dem österreichischen, deutschen und schweizerischen Markt, kann man sich sicher das eine oder andere Gespräch am Küchentisch vorstellen, bei dem Familien gesagt haben: Ob wir da jetzt wirklich hinwollen, wissen wir noch nicht», so der Manager.

Lufthansa hofft auf kurzfristigen Nachholeffekt

Man erwarte daher einen Nachholeffekt, da etwa die Debatte über Zölle an Schärfe abgenommen habe. Zudem steige schon aktuell die Nachfrage aus den USA und dort seien die Durchschnittserlöse höher.

Auf Nachfrage von aeroTELEGRAPH erklärte Spohr zur Nachfrage im USA-Geschäft: «Je höherwertiger die Klasse, um so geringer ist die Abschwächung im Markt - Frist Class, Business Class und Premium Economy laufen hervorragend.» Selbst in der Economy Class sehe man in den günstigen Klassen eine stärkere Abschwächung als in den höherwertigen.

«Warum wir die Preise nicht nachhaltig senken wollen»

«Und das ist auch der Grund, warum wir die Preise nicht nachhaltig senken wollen», so der Lufthansa-Chef. «Denn wenn eine Familie in den letzten vier Wochen entschieden hat, dieses Jahr nicht in die USA zu reisen aus Deutschland, dann tut sie das auch nicht, wenn wir den Preis um fünf Prozent senken.» Daher warte man ab, ob Buchungen von bisher Unentschiedenen noch kurzfristig kommen. «Sonst würden wir auch mit Kapazitätsmaßnahmen reagieren», so Spohr. Sprich: Lufthansa würde das Angebot kürzen.

Die Schweizer Konzerntochter Swiss nutzt dagegen durchaus punktuell Preissenkungen im USA-Verkehr. Zwar sei es noch sehr früh, um die Buchungslage wirklich abschließend beurteilen zu können, so Finanzchef Dennis Weber. Man erkenne aber gewisse erste Tendenzen bei Buchungen von Kundinnen und Kunden aus der Schweiz und dem angrenzenden Ausland.

Swiss testet Stimulierung der Nachfrage Richtung USA

«Wir sehen da erste Bremsspuren für Sommer und Herbst», sagt Weber. Das gelte nicht für die First und Business Class, sondern für die Economy Class. Gebe es gewisse besonders schwache Tage, teste man aktuell, mit Aktionen die Nachfrage Richtung USA zu stimulieren. Derweil sei die Nachfrage von Kundinnen und Kunden aus den Vereinigten Staaten eh konstant hoch.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa führt Stopover-Programm für München ein

lufthansa neue uniformen 23

Das ist Lufthansas neue Uniform

Das Uniform-Familienalbum von Lufthansa: Welche Periode fanden Sie am stylischsten?

Welche Lufthansa-Uniform war die schönste aller Zeiten?

ticker-lufthansa

Europäischer Gerichtshof: Genehmigung für Lufthansas Staatshilfen nichtig

Video

Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Es wird gearbeitet am FLughafen Basel/Mulhouse.
Am Euro Airport steht das Herz des Flugbetriebs still: Für 36 Tage wird die Hauptpiste komplett erneuert. Wo sonst Jets im Minutentakt starten und landen, dominieren nun Baumaschinen. Ein Besuch am Flughafen Basel/Mulhouse/Freiburg im Ausnahmezustand.
Luca La Rocca
Luca La Rocca