SanierungSkymark und Retterin ANA streiten sich

Die japanische Skymark Airlines kommt gestärkt aus der Insolvenz. Sie widersetzt sich dem Druck ihres Minderheitsaktionärs ANA, dessen Buchungssystem einzuführen.

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Skymark will schon Ende März die vom Konkursgericht verordnete Restrukturierungsphase abschließen. Chef Nobuo Sayama stellte jüngst einen Fünfjahresplan vor, der die Aufnahme von internationalen Flügen beinhaltet und einen Börsengang gegen 2020 vorsieht. Aktuell hält der Risikokapitalfonds Integral Corp 50,1 Prozent der japanischen Billigfluglinie, Konkurrentin ANA All Nippon besitzt 16,5 Prozent und ein japanischer Bankenfonds den Rest der Anteile.

Hinter der positiven Fassade aber bröckelt der Putz. Unstimmigkeiten zwischen Skymark und ihrem Aktionär ANA kommen ans Licht: ANA, die Skymark mit Codesharing und der Flugzeugwartung unterstützen soll, erpresst offenbar den Junior-Partner. Sie will zwei wartungsbedürftige Boeing 737 von Skymark nur als flugtauglich zertifizieren, wenn Skymark das Flugbuchungssystem von ANA übernehmen würde, schreibt die Japan Times.

Airline lehnt Pläne von ANA ab

Sayama aber will sich darauf nicht einlassen. «Das untergräbt unsere Unabhängigkeit», sagt der Airline-Chef, der zugleich auch Partner bei Mehrheitsaktionär Integral ist. «Wir haben in Skymark investiert, weil Japan ansonsten keine einzige unabhängig geführte Airline hätte.» Auch das im vergangenen Herbst geplante Codesharing ist zum Stillstand gekommen, weil ANA auch für dessen Umsetzung die Übernahme ihres Buchungssystems fordert.

Skymark gilt in Japan als dritte Kraft neben den dominanten Anbietern ANA und Japan Airlines JAL. Die Airline hält die Balance zwischen passablen Ticketpreisen und guten Service. Die Airline war 1998 gegründet worden, nachdem der inländische Flugverkehr Japans liberalisiert wurde. Jüngere Billiganbieter wie Air Do und Star Flyer werden von ANA unterstützt und haben zuletzt ihre Flugpreise erhöht.

Das Selbstbewusstsein ist berechtigt

Skymark kann sich das Selbstbewusstsein leisten:  Auch ohne die Codeshare-Partnerschaft plant die Airline das Geschäftsjahr, das im März abläuft, mit einen operativen Gewinn abzuschließen. Steigende Auslastungszahlen und sinkende Kerosinpreise tragen zu dem positiven Ergebnis bei. Ursprünglich hatte sich auch Delta für eine Partnerschaft mit der insolventen Skymark interessiert. Den Zuschlag hatte aber ANA bekommen – die hatten ein Auge auf die 36 Slots von Skymark auf dem Flughafen Tokio Haneda geworfen.

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