Boeing B737 von PrivatAir: «Das Unmögliche möglich gemacht»

Schweizer Airline fliegt in Antarktis

Premiere im ewigen Eis: Zum ersten Mal landete eine Boeing B737 in der Antarktis. Die Schweizer Privat Air will nun einen regulären Service einführen.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Destination klingt so exotisch wie märchenhaft. Ziel dieses speziellen Fluges war die Forschungsstation Troll, die 1270 Meter über dem Meer und 235 Kilometer vom östlichen Teil der Princess-Martha-Küste der Antarktis entfernt liegt. In der Einrichtung in der Region Queen-Maud-Land werden meteorologische, glaziologische, biologische und physikalische Untersuchungen durchgeführt. Am 28. November landete nun dort eine Boeing B737 von Privat Air. Der Flug der Schweizer Geschäfts- und Charterfluggesellschaft im Auftrag des norwegischen Polarinstitutes war der erste mit einer Boeing B737 in die Antarktis. Die Maschine landete auf einer 3000 Meter langen Piste, die aus purem Gletschereis besteht.

Rund ein Jahr dauerten die Vorbereitungen für den Flug, wie ein Sprecher von Privat Air gegenüber aeroTELEGRAPH erklärt. Gemeinsam mit dem Norsk Polarinstitutt und dem Triebwerkshersteller habe man die Tauglichkeit des Jets auf der Eispiste untersuchen müssen. Auch die Bremskraft sei dabei wichtig. Die Piloten mussten im Simulator den Anflug auf die Eispiste auf Sicht trainieren. Zwei von sieben Crewmitgliedern und rund 30 Passagieren mussten außerdem ein Überlebenstraining für Situationen im ewigen Eis absolvieren. An Bord waren die nötigen Utensilien für ein Überleben in der Polarregion verstaut. «Es war eine Herausforderung», so der Sprecher. «Doch nach den ersten zwei Wochen unserer Studien hatten wir keinen Zweifel, dass wir den Flug durchführen.»

Immense Vorbereitungen

«Die Vorbereitungen für diesen Flug waren immens», so Kapitän Dennis Kaer, der auch seit mehr als einem Jahr daran arbeitete. Man müsse jeden Aspekt anschauen, jedes Szenario in Erwägung ziehen. «Da gibt es keine einfachen Annahmen.» Nachdem die Schweizer Zivilluftfahrtbehörde schließlich ihr Okay für den Flug gegeben hatte konnte es aber losgehen. In Kapstadt war die B737 gestartet und in etwas unter sechs Stunden ohne Zwischenhalt in die Eiseskälte gereist.

Die Wetterkonditionen seien perfekt gewesen, der Flug und die Landung angenehm. Doch vor dem Aussteigen mussten alle Insassen in Polar-Überlebensanzüge wechseln, um der Kälte standzuhalten. «Wir sind sehr stolz, einen Flug in eine der fernsten und von den Bedingungen her feindlichsten Regionen der Erde durchgeführt zu haben», so Privat-Air-Chef Greg Thomas, der ebenfalls an Bord des Fliegers war. Für das Norsk Polarinstitutt und die Fluggesellschaft sei es ein bisschen so, als ob man das Unmögliche möglich gemacht habe.

Regulärer Service

Und wenn alles so läuft, wie man es sich vorstellt, dann wird es auch nicht das letzte Mal sein, dass ein Privat-Air-Flieger auf der eisigen Landebahn landet. Es gebe eine echt Nachfrage nach sicheren und gut organisierten Flügen in die Region, so die Airline gegenüber aeroTELEGRAPH. Nun habe man bewiesen, dass der Betrieb unter internationalen Sicherheitsstandards möglich ist. mit der Hilfe des Norsk Polarinstitutt und etwas mehr Arbeit wolle man darauf hinarbeiten, in der Zukunft einen regulären Service in die Antarktis anzubieten. Die B737 soll die älteren Transportflieger ersetzen, die bisher die Strecke fliegen. Die neue Maschine sei umweltfreundlicher und effizienter, so Vertreter der Forschungsstation.

Mehr zum Thema

Boeing KC-135 Stratotanker: Über dem Irak abgestürzt.

Boeing KC-135 der USA über Irak abgestürzt

ticker-boeing-1

Boeing liefert im Februar 51 Flugzeuge aus - deutlich mehr als Airbus

ticker-boeing-1

Boeing startet mit 46 Auslieferungen und netto 112 Bestellungen ins Jahr

Nordlichter begleiteten Flug TOM950P.

In einer Boeing 737 Max 8 von Tui über den Atlantik

Video

amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack
Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies