Ryanair-Flieger: Nicht sicher genug?

Ryanair: Sorgen um Sicherheit

Piloten der Billigfluggesellschaft machen sich Sorgen über die Sicherheitsprobleme bei ihrem Arbeitgeber. Sie suchen Unterstützung der Behörden.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Dass in den Medien Empörung über Ryanair herrscht, ist nicht unbedingt etwas neues. Doch jetzt entstand diese aufgrund der eigenen Piloten. Die inoffizielle Gruppierung Ryanair Pilot's Union zeigt sich besorgt, dass die Sicherheit durch das rigide Kostenmanagement bei Ryanair gefährdet werde. Mehr als 1000 Piloten befragte die Pilot's Union in ihrer Studie, das sind mehr als ein Drittel aller Piloten der Billigairline. 94 Prozent von ihnen würden sich wünschen, dass die Sicherheitsbehörden die Anstellungsbedingungen von Ryanair überprüfen. 89 Prozent gaben an, dass sie das Gefühl haben, in ihrem Unternehmen herrsche keine transparente Sicherheitskultur.

Im Frühjahr war das Thema schon einmal aufgekommen. Damals hatte Ryanairs Chefpilot Ray Conway erklärt, dass jeder Pilot, der eine Petition mit demselben Anliegen unterzeichne, gefeuert werden könne. Stattdessen solle man Sicherheitsbedenken im anonymen, firmeninternen System eingeben. Doch damit, so ergab die Studie der Pilot's Union, fühlen sich 67 Prozent nicht wohl. «Die Ergebnisse der Umfrage geben einen sehr großen Grund zur Sorge», sagt Evert van Zwol, Vorsitzender der Vereinigung. Man müsse sofort etwas dafür tun, dass sich die Prozentzahlen verringern.

Keine Festanstellung

Ein Problem ist laut van Zwol unter anderem, dass viele Piloten nicht festangestellt sind, sondern über Agenturen an die Airline vermittelt würden. Deren Verträge seien nicht transparent und zum Teil sei nicht klar, wie viele Stunden die Piloten arbeiten. Man habe keine genauen Beweise, dass die Arbeitsbedingungen die Sicherheit beeinträchtigen, aber einen «sehr starken Verdacht». Das sei auch der Grund, weshalb man die Behörden um eine genaue Untersuchung bitte.

Laut Ryanair ist die Pilot's Union schlicht ein Weg der Konkurrenten, den Ruf zu schädigen. «Unsere 29-jährige Sicherheits-Geschichte ist nichts, was man einfach leugnen kann», so Ryanair-Kommunikationschef Robin Kiely gegenüber aeroTELEGRAPH. Der Studie fehle «jegliche Unabhängigkeit». So sei van Zwol gar kein Ryanair-Pilot. «Er ist momentan bei KLM und Präsident der holländischen Piloten-Gewerkschaft», so Kiely. Die Ryanair-Gruppe sei aus der European Cockpit Association entstanden, einer Vereinigung der Konkurrenz-Airlines.

Mehr zum Thema

ticker-ryanair

Ryanair ändert nach Kritik Sitzplatzregelung für Familien

ticker-ryanair

Michael O’Leary bleibt weitere secsh Jahre Chef von Ryanair Group

ticker-ryanair

Ryanair baut Winterangebot ab Münster/Osnabrück aus

Kabine von Ryanair: Die Airline erhebt in England eine Gebühr, wenn man neben seinen Kindern sitzen will.

Bittet Ryanair Familien, die zusammensitzen wollen, unrechtmäßig zur Kasse?

Video

Flugzeuge am Wilson Airport: 41 Flugzeuge um den Flughafen sind zu hoch und sollen abgerissen werden.
Flughafen Nairobi-Wilson
Rund um Kenias wichtigsten Inlandsflughafen sind in den vergangenen Jahren Dutzende Gebäude entstanden, die den Luftraum verletzen. Der Senat fordert nun den Abriss, die Regierung will lieber die Flugrouten zum Flughafen Nairobi-Wilson ändern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der weltgrößte Papierflieger: Er flog über 59 Meter.
Papierflieger kennt jedes Kind. Doch dieses Exemplar sprengt alle Dimensionen: Mit mehr als 20 Metern Spannweite und einem Flug über 59 Meter hat ein Team aus Italien den Weltrekord für das größte flugfähige Papierflugzeug geholt - und Deutschland entthront.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Electra aero: So soll das Regionalflugzeug aussehen.
Der erfolgreiche Testflug des Kurzstartflugzeugs EL2 ist für Electra Aero nur der Anfang. Das Unternehmen entwickelt bereits ein deutlich größeres Verkehrsflugzeug für 100 Passagiere, das dank eines ungewöhnlichen Antriebskonzepts sehr effizient fliegen soll.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies