Nach Beginn des Ukraine-Kriegs 2022 stellte die russische Frachtairline Atran den Betrieb aufgrund westlicher Sanktionen ein. Die damalige Volga-Dnepr-Tochter war bis dahin mit neun Boeing 737 unterwegs. Im September 2023 startete Atran einen Comeback-Versuch mit einer Antonov An-12, doch ein Jahr später war wieder Schluss. Im Herbst 2025 bekam die Airline mit EAS Group von Ex-Red-Wings-Chef Yevgeni Solodilin einen neuen Eigentümer.
Ebenfalls 2025 kündigte Atran ein zweites Comeback an. Zunächst gab es jedoch lange Verzögerungen. Doch am 28. August 2026 absolvierte die Boeing 737-400 SF mit dem Kennzeichen RA-73854 einen zweistündigen Testflug. Am 15. September folgte ein weiterer Testflug und seit dem 22. September ist Atrans Luftverkehrsbetreiberzeugnis wieder in Kraft. Der erste reguläre Flug fand schließlich am 16. Oktober statt und ging von Moskau über Novosibirsk nach Mirny. In den folgenden Tagen flog der 29 Jahre alte Jet auch nach Yuzhno-Sakhalinsk.
Atran plant mit zwei Boeing 737-400
Vorerst soll das Flugzeug im Fernen Osten Russlands eingesetzt werden. Atran plant mit insgesamt zwei Boeing 737-400 SF und rechnet ab 2027 mit Gewinnen, berichtet der Kanal Aviatorshina. Die sechs größeren Boeing 737-800 BCF, die einst zur Flotte gehörten, wird die Airline aber nicht zurückbekommen. Die Flugzeuge gingen nach einer Versicherungseinigung mit Leasinggeber Aercap an Rossiya und Pobeda, die sie als Ersatzteilspender nutzen.