Ein Airbus A321 Neo am 6. März in Muscat: Condor für im Auftrag der Bundesregierung Rückholflüge durch.

Von Austrian Airlines bis Qatar AirwaysRückholflüge aus dem Nahen Osten: Diese Flüge bringen Deutsche, Österreicher und Schweizer nach Hause

Tausende Menschen sitzen weiterhin im Nahen Osten fest. Mit Rückhol-, Sonder- und Linienflügen bringen Regierungen, Reiseveranstalter und Fluggesellschaften Betroffene zurück in die Heimat. Ein Überblick über vergangene und kommende Flüge für Deutschland, der Schweiz und Österreich.

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Knapp eine Woche nach Ausbruch des Iran-Kriegs und der damit verbundenen Schließung der Lufträume im Nahen Osten, sitzen Zehntausende Menschen in der Region fest. Nach Schätzungen des Deutschen Reiseverbandes (DRV) sind weiter mindestens rund 30.000 Menschen aus Deutschland unter ihnen. Österreich spricht von mindestens 17.800 Personen und Schweizer Regierung spricht von 4000 Staatsangehörigen, die in der Region festsitzen.

Fluggesellschaften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben nahezu alle regulären Linienflüge in den Nahen Osten gestrichen. Und auch die in der Region beheimateten Golfairlines Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways hatten und haben ihren Flugbetrieb komplett eingestellt. Mittlerweile führen zumindest Emirates und Etihad wieder eine begrenzte Anzahl an Flügen durch.

Regierungen und Reiseveranstalter legen Sonderflüge auf

Um Menschen nach Hause zu holen, organisieren Regierungen Rückholflüge. Reiseveranstalter und einige Airlines haben Sonderflüge aufgelegt, um Betroffene in ihre Heimat zu bringen. Die dritte Option sind reguläre Linienflüge, die jedoch nur langsam wieder anlaufen. aeroTELEGRAPH hat eine Übersicht erstellt, welche Flüge bereits durchgeführt wurden und welche weiteren geplant sind.

Die Schweizer Regierung wird keine speziellen Flüge zur Ausreise von Schweizer Staatsangehörigen aus der Region organisieren. Marianne Jenni, Leiterin der Konsularabteilung, betonte in einem Interview mit dem Radiosender RTS, dass der Bund nur subsidiär eingreift. Jede im Ausland befindliche Person trage die Eigenverantwortung für ihre Rückreise. Gestrandete Schweizer Reisende müssen sich an kommerzielle Fluggesellschaften wenden. Swiss führte am 5. März einen ersten Sonderflug von Muscat nach Zürich durch: Ein Airbus A340 brachte 211 Personen nach Zürich.

Österreich bietet drei Sonderflüge, Deutschland vier

Österreich reagierte anders: Die Regierung organisierte bisher drei Sonderflüge aus der Region. Am Mittwochabend, dem 4. März, begrüßte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger die 151 Heimkehrenden des ersten Rückholflugs persönlich in Wien. Der Flug der ägyptischen Sky Vision Airlines führte von Muscat über Kairo nach Wien. Einen Tag später flog Austrian Airlines im Auftrag der Bundesregierung mit einem Airbus A320 Neo von Muscat und einer Boeing 777-200 aus Riad nach Wien.

Die deutsche Bundesregierung hat bisher zwei Flüge durchgeführt und zwei weitere sind geplant. Am 5. März landete ein Airbus A340-300 der Lufthansa mit der Flugnummer LH345 aus Muscat in Frankfurt. Condor hat im Auftrag der Bundesregierung am Freitag (6. März) den ersten von zwei Sonderflügen durchgeführt. Der Airbus A321 Neo mit der Kennung D-ANMY flog von Muscat über Hurghada nach Frankfurt. Am Samstag soll der Flug wiederholt werden.

Reiseveranstalter legen Sonderflüge auf

Der vierte geplante Sonderflug der Bundesregierung soll am Sonntag (8. März) in Riad starten. Durchgeführt wird der Sonderflug mit einem Airbus A320 von Sundair. Das genaue Ziel ist noch unklar, teilte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes mit.

Eine weitere Möglichkeit, in die Heimat zu kommen, sind von Reiseveranstaltern organisierte Sonderflüge. Am 7. März gegen 00.30 Uhr wird der Eurowings-Flug 6131 aus Riad am Flughafen Köln/ Bonn erwartet. Eurowings führt den Flug für den eigenen Reiseveranstalter Eurowings Holidays durch. Der Airbus A320 Neo mit der Kennung D-AENB ist am Freitag um gegen 10 Uhr Richtung Riad gestartet.

Skyup und Smartwings landen in Nürnberg

Zwei weitere Sonderflüge von Reiseveranstaltern landen am Samstag (7. März) am Flughafen Nürnberg, teilt der fränkische Airport auf Anfrage von aeroTELEGRAPH mit. Ein Flug wird mit einer Boeing 737-800 von Smartwings aus Ras al-Khaimah durchgeführt. Der zweite Flug kommt aus Muscat. Durchgeführt wird der Sonderflug mit einer Boeing 737-800 von Skyup Airlines.

Qatar Airways hatte einen Sonderflug nach Berlin aufgelegt. Um 21:47 Uhr landete am 5. März eine Boeing 777 von Qatar Airways am Berliner Hauptstadtflughafen BER. Der Flug QR7432 startete nicht in Doha, da der Luftraum Katars weiterhin geschlossen ist, sondern in Muscat. Laut Angaben der Airline ist ein zweiter Sonderflug von Riyadh nach Frankfurt geplant. Oman Air hatte bereits einen Tag vorher mit einer Boeing 737 einen Sonderflug nach München durchgeführt, teilte der Flughafen auf Anfrage mit.

Emirates hat bisher 14 Flüge nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz geschickt

Gleichzeitig haben Emirates und Etihad wieder angefangen, Flüge durchzuführen, allerdings in deutlich kleinerem Umfang als üblich. Emirates kommt auf ungefähr ein Viertel des üblichen Flugplans. Insgesamt landeten bisher 14 reguläre Emirates-Flüge seit Montag (2. März) in der Dach-Region: Elf Flüge davon gingen nach Deutschland und zwei nach Österreich. Emirates hat Zürich bisher einmal angeflogen, so der Schweizer Airport auf Anfrage.

Die Airline teilt gegenüber aeroTELEGRAPH mit, dass für Samstag sieben Flüge nach Deutschland geplant sind: drei Flüge nach Frankfurt, zwei nach München und jeweils ein Flug nach Hamburg und Düsseldorf. «Bis auf Genf wird im DACH-Bereich aktuell jedes Emirates-Gateway bedient», so ein Sprecher. Am Flughafen Salzburg landete am 5. März eine Boeing 737 Max 8 aus Dubai – laut Angaben eines Flughafen-Sprechers handelte es sich dabei um einen regulären Linienflug.

Etihad fliegt nur nach Frankfurt und Zürich

Etihad will die Flüge nach Deutschland schrittweise wieder aufnehmen. Die Golf-Airline teilt mit, dass sie vom 6. bis 19. März 2026 in der DACH-Region vorerst nur Frankfurt und Zürich regelmäßig anfliegen. Der bisher einzige Flug nach Zürich hat am 3. März mit einer Boeing 787-9 stattgefunden, teilte der Flughafen Zürich mit. Auch Oman Air fliegt Frankfurt, München und Zürich an. Auch Lufthansa führt reguläre Flüge nach Riyadh durch, allerdings musste der Flug am 6. März abgebrochen werden. Seit Kriegsausbruch hat der Flug am 3. und 5. März stattgefunden.

Grundsätzlich ist die Lage sehr volatil. Sowohl die Airline als auch die Flughäfen weisen darauf hin, dass sich die Situation kurzfristig ändern kann und es weiterhin zu Flugstreichungen kommen kann. Die Airlines bewerten die Sicherheitslage fortlaufend, stehen in engem Austausch mit den zuständigen Behörden und den Flugsicherungen und passen ihre Flugpläne entsprechend an.

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