Airbus A380 von Emirates: Gerade sehr unterschiedlich gut gefüllt.

Emirates Wenn nur 25 Fluggäste im Airbus A380 sitzen

Die Golfairline bietet wieder ein beachtliches Flugprogramm an. Doch in Richtung Dubai sind die großen Flugzeuge von Emirates aktuell sehr schwach besetzt.

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Luftfahrt

Seit Emirates den Flugbetrieb wieder aufgenommen hat, zeigt sie in einer Liste auf ihrer Webseite alle Routen, die sie derzeit anbietet. Und diese Liste ist lang geworden: Mehr als 100 Ziele steuert die Fluglinie wieder an, viele davon sogar mit mehreren Flügen täglich.

Das ist zwar immer noch rund ein Drittel weniger als in Friedenszeiten, als Emirates rund 150 Ziele ansteuerte. Dennoch ist es schon wieder ein beachtlich großes Flugprogramm, auch wenn es immer wieder Rückschläge gibt - wie die vorübergehende Schließung des gesamten Luftraums der Vereinigten Arabischen Emirate in der Nacht auf Dienstag (17. März).

25 Fluggäste im Airbus A380 von Paris nach Dubai

Wie erfolgreich der Betrieb aus wirtschaftlicher Sicht ist, hängt allerdings nicht nur davon ab, wie viele Ziele und Flüge die Fluggesellschaft durchführt, sondern auch davon, wie gut oder schlecht die Boeing 777-300 ER und Airbus A380 von Emirates gefüllt sind. Angesichts des andauernden Iran-Krieges überrascht es nicht, dass die Jets, die Dubai verlassen, besser gefüllt sind als die, die zurück ins Emirat fliegen.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet nun aber, dass die Zahlen teilweise dramatisch niedrig sind. Sie konnte Emirates-Dokumente einsehen, laut denen auf einem Flug von Paris nach Dubai in einem dicht bestuhlten Airbus A380 statt der rund 600 möglichen Reisenden nur 25 saßen. Für Flüge vom Flughafen London-Heathrow zum Flughafen Dubai International berichtet die Agentur von rund 20 Prozent verkauften Tickets für die Dubai-Flüge.

Viele Reisende treten Flüge nach Dubai einfach nicht an

Für Flüge von Prag und Budapest schreibt Bloomberg fünf bis zehn Prozent Auslastung. Für New York nennt sie einen Durchschnitt von 25 Prozent verkauften Tickets. Mindestens ein Flug sei vergangene Woche aber nur mit 35 Fluggästen in einem A380 mit rund 500 Sitzen abgehoben. Für Chicago-Flüge berichtet die Agentur von halb leeren Kabinen.

Emirates bietet ihren Kundinnen und Kunden derzeit Rückerstattungen und flexible Umbuchungsbedingungen an. Außerdem verzeichnet die Airline laut Bloomberg täglich mehrere tausend sogenannte No-shows, also Reisende, die ihre Flüge einfach nicht antreten. Allerdings geht es dabei auch mehr darum, Bewohnerinnen und Bewohner des Emirats an ihren Wohnort zurückzuholen, als um möglichst hohe Renditen.

Volle Frachträume umso wichtiger für Emirates

Was Emirates wirtschaftlich zugutekommt, ist der Cargotransport in den Frachträumen unterhalb ihrer Passagierkabinen. Denn während der Schifffahrtsweg über die Straße von Hormuz gesperrt ist, ist Luftfracht besonders gefragt. Auch in der Pandemie führten Airlines weltweit Flüge mit geringer Passagierauslastung, aber vollen Frachträumen durch.

Emirates erklärte in einer Stellungnahme gegenüber Bloomberg, angesichts der Umstände sei die derzeit geringe Auslastung der Flüge nach Dubai nicht überraschend. Die Auslastung einzelner Strecken kommentiere man nicht.

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