Airbus A380 von Lufthansa: Die Gruppe fliegt öfter nach Asien.

Riesige NachfrageQatar Airways und Co. fallen aus, Lufthansa legt zusätzliche Flüge nach Asien und Afrika auf

Die großen Golfairlines können nicht oder nur wenig fliegen. Bei Lufthansa Group schießt dadurch die Nachfrage Richtung Asien und Afrika in die Höhe. Der Konzern reagiert.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Qatar Airways hat den Flugbetrieb aufgrund des Iran-Krieges immer noch ausgesetzt. Emirates und Etihad Airways fahren ihn erst langsam wieder hoch. Das lässt bei anderen Fluggesellschaften die Nachfrage für Flüge nach Asien und Afrika nach oben schnellen.

Reisende, die nicht mehr am Golf umsteigen können, buchen nun zum Beispiel bei den Fluggesellschaften von Lufthansa Group. «Wir sehen aktuell eine enorm gestiegene Interkontnachfrage», sagte Konzernchef Carsten Spohr bei der Jahrespressekonferenz am Freitag (6. März) in Frankfurt. «Wir haben alleine 75 Prozent mehr Umsatz für den Monat April in unseren Buchungssystemen in Richtung Asien gesehen.» Daher plant Lufthansa zusätzliche Flüge auf bestehenden Routen, um der Nachfrage gerecht werden zu können.

Lufthansa stockt nach Singapur, Kapstadt, Shanghai, Delhi auf

«Geplant sind Zusatzflüge nach Singapur, Kapstadt, Shanghai, Delhi und wahrscheinlich auch nach Riyadh, wenn die Sicherheitslage es zulässt», so Spohr. Zusätzliche Flüge von Tochter Austrian Airlines nach Bangkok seien schon buchbar. Weitere Routen würden geprüft. «Auch die Nachfrage nach Zielen in China und Afrika ist in den vergangenen fünf Tagen dermaßen stark angewachsen», dass man sie nur mit Zusatzflügen abdecke könne.

Die Kapazität hat Lufthansa Group dafür. Denn: «Wir haben zehn Destinationen aktuell gestrichen, weil die Sicherheitslage aus unserer Sicht die Anflüge nicht erlaubt. Dadurch sind Flugzeuge frei geworden», erklärte Spohr. Außerdem befinde man sich noch immer im Winterflugplan, daher sei noch nicht die gesamte Flotte in der Luft.

Lufthansa Group hat Treibstoff stark abgesichert

In Sachen Kosten profitiert Lufthansa Group von der Absicherung ihrer Treibstoffkäufe, dem sogenannten Fuel Hedging. «Durch den überdurchschnittlichen Grad unserer Treibstoffabsicherung - über 80 Prozent für das Gesamtjahr - haben wir deutlich höher gehegt als die meisten Wettbewerber», sagte Spohr. «Damit sind wir zumindest im relativen Vergleich besser gegen steil steigende Ölpreis abgesichert.»

Auch die Frachttochter Lufthansa Cargo erwartet zusätzliche Einnahmen. Man rechne mit kurzfristigen Frachtbuchungen zu hohen Erträgen für dringende Transporte, «zumal die aktuell kaum operierenden Golfcarrier weltweit allein für etwa 18 Prozent der Luftfrachtkapazitäten stehen», sagte der Chef von Lufthansa Group.

Wie geht es weiter mit den Drehkreuzen am Golf?

Generell kommentierte Spohr zur aktuellen Lage in Nahost: «Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme, Passagier- und Güterströme, über die Golfdrehkreuze ist zu einer geopolitischen Achillesferse geworden.» Allerdings sei es noch zu früh, die Frage zu beantworten, ob der Iran-Krieg eine Zäsur bedeute für die Kräfteverhältnisse im Luftverkehr.

Fundierte Recherchen, Einordnung und Unabhängigkeit: Unsere Fachredaktion kennt die Luftfahrt aus Interviews, Daten und Recherchen vor Ort. Für den Preis eines Kaffees im Monat unterstützen Sie diese Arbeit und lesen aeroTELEGRAPH ohne Werbung. Ihre Unterstützung macht den Unterschied.Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa verkleinert Angebot nach Dresden und Leipzig

Der Airbus A321 Neo von Lufthansa bei der Evakuierung: Starker Geruch nach Kerosin.

Drei Leichtverletzte bei Evakuierung eines Airbus A321 Neo von Lufthansa

angela zaunert freuher lufthansa

«Egal wie kurz der Flug war – der Passagier bekam etwas»

ticker-lufthansa

Lufthansa stellt Strecke Frankfurt - Bremen ein

Video

guayaquil airbus a350 iberia
Es sollte ein freudiger Moment werden, aber endete mit einem Flugzeug, das nicht mehr abheben konnte. Am Flughafen Guayaquil in Ecuador ist ein Airbus A350 von Iberia beim Wassersalut mit einem Feuerwehrfahrzeug kollidiert.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die D-ABPQ liegt auf der Nase: Die Boeing 787-9 sollte nach Los Angeles fliegen.
Zwischenfall am Flughafen Frankfurt: Das Bugfahrwerk einer Boeing 787 von Lufthansa knickte am Gate ein. Der Dreamliner wurde dabei erheblich beschädigt. Es gab auch mehrere Verletzte unter Crew und Bodenmitarbeitenden.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
sicherheitsroboter flughafen hamburg
Sie rollen selbstständig und suchen nach Schäden und Manipulationen am Flughafenzaun: Der Airport Hamburg testet selbstfahrende Roboter für die Sicherheit am Flughafen.
Timo Nowack
Timo Nowack