Airbus A350 von Qatar Airways: Fluglinie und Hersteller sind wieder Freunde.

LackschädenQatar Airways und Airbus legen ihren A350-Streit bei

Es ging um Prestige und um sehr viel Geld. Nach mehr als eineinhalb Jahren haben die Airline aus Katar und der Flugzeugbauer ihren Streit über Lackschäden am Airbus A350 nun beendet.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Es war ein verbissener Konflikt und er zog sich in die Länge. Doch jetzt haben die Golfairline und der Flugzeugbauer ihren Streit über den A350 beigelegt. «Qatar Airways und Airbus freuen sich über die gütliche und einvernehmliche Einigung in ihrem Rechtsstreit über die Beschädigung der A350-Oberfläche und das Flugverbot für die A350-Flugzeuge», teilten beide Seiten am frühen Mittwochabend (1. Februar) mit.

«Ein Reparaturprojekt ist bereits angelaufen und beide Parteien freuen sich darauf, die Flugzeuge wieder sicher in die Luft zu bringen.» Die Einzelheiten seien vertraulich und die Parteien würden nun ihre Rechtsansprüche einstellen. «Die Vergleichsvereinbarung ist kein Eingeständnis der Haftung für eine der Parteien», heißt es weiter. «Diese Vereinbarung ermöglicht es Qatar Airways und Airbus, wieder als Partner zusammenzuarbeiten.»

Riesige Schadenersatzforderungen standen im Raum

Laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hatten sich in den vergangenen Wochen sogar Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Katars Staatsoberhaupt Tamim bin Hamad Al Thani zu dem Streit der beiden Unternehmen ausgetauscht. Denn in dem Konflikt ging es um Renommee und sehr viel Geld.

Die Fluggesellschaft forderte von Airbus Hunderte Millionen Dollar als Entschädigung für Lackschäden an ihren Airbus A350, der Flugzeugbauer verlangte im Gegenzug 220 Millionen Dollar Schadenersatz. Das Gerichtsverfahren sollte in London vor dem High Court of Justice ausgetragen werden.

Qatar Airways hätte Unterlagen vorlegen müssen

Die Golfairline hatte behauptet - aber bis Januar nicht durch Unterlagen bewiesen -, dass die katarische Luftfahrtbehörde sie angewiesen habe, 22 Airbus A350 stillzulegen und die Zulassung für die Langstreckenjets zurückzuziehen. Dies geschah gemäß der Fluglinie, weil eine Farbschicht über einem Kupfergeflecht, das dem Blitzschutz dient, Risse aufweist, Blasen wirft und abblättert.

Airbus gab in dem Streit, der im Sommer 2021 begonnen hatte, stets Mängel zu, betonte aber, das Problem bedeute keine Einschränkung der Flugtauglichkeit und stelle kein Sicherheitsrisiko dar. Von Lackschäden an A350 hatten auch andere Betreiber berichtet, so Finnair oder Lufthansa. Keiner von ihnen zeigte sich jedoch besorgt darüber wie Qatar Airways.

Ergänzung vom Donnerstag (2. Februar): Eine Folge der Einigung ist, dass Airbus die Auslieferung von 50 A321 Neo und 23 A350 an Qatar Airways wieder aufnehmen wird. Im Streit hatte der europäische Konzern die Orders annulliert.

Mehr zum Thema

A350 von Qatar Airways: Bald in Zürich und Genf zu sehen.

Qatar Airways muss Beweise für Anordnung zum Grounding vorlegen

Prozess Qatar Airways gegen Airbus wird zweigeteilt

Prozess Qatar Airways gegen Airbus wird zweigeteilt

Airbus A321 Neo von Qatar Airways: Sind Boeing 737 Max eine geeignete Alternative? Airbus sagt: Ja.

Jetzt muss auch Boeing im Airbus-Qatar-Streit vor Gericht aussagen

ticker-airbus-konzern-

Airbus erhält 25-Jahres-Vertrag für Cybersicherheit in Frankreich

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier