Qantas-Chef Joyce (mit Sonnenbrille) und die Crew des ersten Testflugs: Bleibt es bei Tests oder wird Project Sunrise Realität?

Unzufrieden mit Airbus und BoeingQantas könnte Project Sunrise den Stecker ziehen

Die Fluggesellschaft will Direktflüge von Sydney nach London und New York anbieten - und sucht dafür Flugzeuge. Doch bisher gefällt der Qantas nicht, was Airbus und Boeing bieten.

Top-Jobs

Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Reiseleiter (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Griechenland
Spanien
Portugal
Top jobs
logo aerotelegraph rund

Journalist:in Militärluftfahrt und Verteidigung

Medien
aeroTELEGRAPH
Top jobs
Home Office
Lübeck

Safety Manager (m/w/d) am Flughafen Lübeck

Lübeck
Feste Anstellung
Flughafen Lübeck
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Dass Qantas das Project Sunrise umsetzen möchte, steht außer Frage. Niemand fliegt in Zeiten zunehmenden Umweltbewusstseins einfach so 20 Stunden lang halbleere Flugzeuge durch die Welt. Das tat die australische Fluggesellschaft im Rahmen der Tests zu ihren Plänen, künftig Nonstopflüge zwischen London sowie New York und Sydney aufzunehmen. Sie wollte erfahren, wie sich ein solch ultralanger Flug auf Passagiere und Crew wirkt.

Doch nun ist wieder offen, wie es weitergeht. Wie die Zeitung Sydney Morning Herald berichtet, hat weder Airbus noch Boeing Qantas ein Angebot vorlegen können, das die Australier überzeugt. Als Flugzeug für die Ultralangstrecken kommen die Boeing 777-8 und der Airbus A350-1000 in Frage. Beide bräuchten für die Aufgabe allerdings Anpassungen. Und mit dem, was man sich in Toulouse und Seattle überlegt hat, sind die Manager in Sydney nicht zufrieden.

«Nochmals die Bleistifte spitzen»

«Wir haben sie gebeten, nochmals zurückzugehen, ihre Bleistifte zu spitzen und alles nochmals genau anzuschauen», sagte Qantas' Chef fürs internationale Geschäft, Tino La Spina, laut australischen Medien bei einer Investorenkonferenz. Man sei gespannt, mit welchen Ideen Airbus und Boeing zurückkämen. Dabei ist offenbar auch nicht klar, ob es überhaupt zur Umsetzung von Project Sunrise kommt.

Bis Ende des Jahres wolle man entscheiden, ob man die Pläne umsetze, so La Spina. Es gehe dabei nicht nur um den Preis, versichert der Qantas-Manager. Die Hersteller müssten sich auch Garantien und Optionen für alle «Was-wäre-wenn-Szenarios» überlegen. «Dieses Flugzeug wird immerhin für 20 Jahre Teil unserer Flotte sein.»

Rückzieher möglich

Auch Qantas-Gruppenchef Alan Joyce erklärte, dass die Umsetzung der Pläne keineswegs in Stein gemeißelt sei. Zwar spüre man ein riesiges Interesse seitens der Kunden, was die Ultralangstreckenflüge betrifft. Doch man brauche die Mitarbeit der Hersteller.

Zudem muss Qantas auch noch mit den Aufsichtsbehörden und den eigenen Piloten Vereinbarungen treffen, welche die Dienstzeiten erhöhen. Oder, wie Qantas es ausdrückt – «die Produktivität um 30 Prozent erhöhen».  Doch Joyce erklärte auch, dass man im Zweifel den Stecker ziehe. «Ich habe kein Problem damit zu sagen: ‹Wir haben es wirklich versucht, aber es hat nicht geklappt›», so der Geschäftsführer. Eigentlich plante Qantas Project Sunrise 2023 zu starten.

Mehr zum Thema

Qantas-Logo: Welches Flugzeug wird es zieren?

Airbus und Boeing umgarnen Qantas

Passagiere auf dem Qantas-Testflug: Sie trainierten noch in der Galley.

Passagiere sollen auf längstem Flug der Welt trainieren

Bau einer Boeing 787 für Qantas: Die FAA schaut sehr genau hin.

Boeing wirbt mit Übergangslösung um Qantas

ticker-airbus-helicopters

H145M : Deutschland bestellt weitere 20 Hubschrauber bei Airbus

Video

Das Doomsday Plane bei der Landung in Los Angeles. Rarer Vogel.
In Los Angeles tauchte erstmals seit Langem wieder eine Boeing E-4B öffentlich auf. Während der Ersatz für die Weltuntergangsflugzeuge der USA bereits entsteht, absolvierte der alternde fliegende Kommandoposten einen ungewöhnlichen Rundflug über das Land.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines
Die amerikanische Fluggesellschaft ist Boeing-Kundin durch und durch. Das zeigte sie bisher auch auf jedem ihrer Flugzeuge - mit der Aufschrift Proudly All Boeing. Nun hat Alaska Airlines ihren Slogan angepasst.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
alaska airlines 1282 ntsb boeing 737 max 9
Obwohl im Flug ein Loch im Rumpf einer Boeing 737 Max 9 von Alaska Airlines klaffte, landete die Crew das Flugzeug im Januar 2024 sicher. Jetzt klagt der Kapitän gegen den Flugzeughersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack