Wow-Air-Flieger: Die Pleite der Fluglinie zieht Islands Wirtschaft runter.

Weniger TouristenPleite von Wow Air beschert Island Konjunktur-Delle

Seit Wow Air nicht mehr fliegt, kommen weniger Touristen nach Island. Der Wirtschaft des Landes setzt das zu.

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Island hat seine Wirtschaftskrise seit mehreren Jahren überwunden. Auch Wow Air half beim rettenden Tourismus-Boom und kurbelte den Aufschwung mit an. Im März 2019 ging der isländische Billigflieger jedoch in die Insolvenz und stellte den Betrieb ein.

Im Inselstaat macht sich die Pleite der ehemals zweitgrößten Airline nun bemerkbar. Denn seit dem dem Betriebsstopp fielen rund ein Drittel der Kapazitäten nach Island weg. Die rückläufigen Passagierzahlen setzen der Wirtschaft des Landes zu.

Zehntel weniger Passagiere in 2019

Mit dem Ausbleiben von Touristen verliert der mittlerweile wichtigste Wirtschaftssektor des Landes an Nährboden. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, erwartet der isländische Flughafenbetreiber Isavaia für die gesamte Insel ein Einknicken bei den Fluggastzahlen pro Jahr. Während im vergangenen Jahr noch zehn Millionen Passagiere nach Island flogen, sollen es in diesem Jahr nur noch neun Millionen sein.

Die isländische Zentralbank musste den Leitzins nun um einen halben Prozentpunkt auf vier Prozent senken. Hintergrund ist, dass das Wirtschaftswachstum von einem Plus von 1,8 Prozent auf minus 0,4 Prozent gesunken ist. Auch die isländische Krone hat im Vergleich zum Euro um 0,6 Prozent an Wert verloren. An all dem sollen allerdings auch schlechte Ergebnisse in der Fischerei ihren Anteil haben.

Banken und Regierung bleiben ruhig

In Panik gerät man in Island aber nicht. Wie Bloomberg einen Sprecher der Zentralbank zitiert, soll die isländische Wirtschaft Konjunkturschwankungen seit der Krise deutlich besser verkraften. Dies liege daran, dass das Land großflächig Schulden abgebaut habe und mehr Währungsrücklagen im Ausland besitze, schreibt die Nachrichtenagentur. Zudem habe die isländische Regierung signalisiert, der Wirtschaft im Notfall unter die Arme zu greifen.

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