Flugbegleiterin von Mahan Air: bald nach Südamerika unterwegs.

Pläne von Mahan AirNonstop von Teheran nach Caracas?

Eine Delegation der iranischen Mahan Air reiste nach Venezuela. Dabei ging es um Pläne, einen Flug zwischen den beiden Hauptstädten zu starten.

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In Deutschland, Frankreich und den USA sind die Flugzeuge von Mahan Air nicht mehr willkommen. Der privaten iranischen Fluggesellschaft wird vorgeworfen, Soldaten der Qods-Brigaden – eine Eliteeinheit der Revolutionsgarde des Iran – und der Hisbollah in Kriegsgebiete im ganzen Nahen Osten zu fliegen. Anderswo dürfen die Flieger der Airline aber noch landen - etwa in Venezuela.

Ein Airbus A340-600 der Fluggesellschaft landete dieser Tage in Caracas. An Bord befand sich eine Delegation der Fluggesellschaft, die mit der venezolanischen Regierung den Start von Direktflügen zwischen Teheran und Venezuela besprechen sollte. Schon in «den nächsten Monaten» könnte es soweit sein, so Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza zur Nachrichtenagentur Reuters. Die Distanz zwischen den beiden Hauptstädten auf dem Luftweg beträgt 11.770 Kilometer.

Politisch motivierte Pläne?

In den USA bezeichnet man die Pläne als «politisch motiviert», wie ein Regierungssprecher kommentierte. «Es gibt ganz klar keinen kommerziellen Grund, zu diesem Zeitpunkt solche Flüge anzubieten.» Denn nicht nur die Beziehungen der USA zum Iran sind schlecht. Das Weiße Haus hat Juan Guaido, der den Staatspräsidenten Nicolas Maduro stürzen will, offiziell als Interimspräsidenten anerkannt.

In Europa haben die Regierungen zwar Guaido ihre Unterstützung zugesagt, aber gingen nicht so weit wie Washington. China und Russland hingegen unterstützen mit Lieferungen auf dem Luftweg die aktuelle Regierung unter Maduro und bringen Güter und Soldaten ins Land. Kürzlich hat Venezuela auch mit China die Aufnahme von Nonstopflügen besprochen - im Gegenzug zu einer Order der Nationalairline Conviasa bei Comac.

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