Airbus A320 von South African Airways: bisher nur als Ceo-Version in der SAA-Flotte.

Wieder profitabelSüdafrika nimmt neuen Anlauf für Privatisierung von South African Airways

Vor zweieinhalb Jahren ließ die südafrikanische Regierung den Verkauf von 51 Prozent an South African Airways SAA an ein Investoren-Konsortium platzen. Nun ist sie erneut auf der Suche nach einem Partner, der Geld mitbringt.

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Als im März 2020 die Corona-Pandemie begann, ging es South African Airways SAA eh schon nicht gut. Seit Ende 2019 befand sich die staatliche Fluggesellschaft in einem Gläubigerschutz-Verfahren, um ein endgültiges Aus zu verhindern. Als dann Covid-19 hinzukam, stellte die Airline den Flugbetrieb rund anderthalb Jahre ein.

Noch bevor der Betrieb im September 2023 wieder startete, präsentierte die südafrikanische Regierung ihren bevorzugten Partner für eine Privatisierung von SAA: Das Konsortium Takatso Aviation sollte 51 Prozent an der Fluggesellschaft übernehmen.

Regierung sucht für SAA Partner mit Geld und Expertise

Doch zu einer schnellen Umsetzung kam es nicht. Und obwohl die südafrikanische Wettbewerbskommission im Mai 2023 grünes Licht für den Verkauf gab, scheiterte er schließlich. Im März 2024 kündigte die Regierung den Deal auf. Die Regierung nannte als einen der Gründe, dass sich der Wert von South African Airways derart gesteigert habe, dass die Bedingungen für den Verkauf so nicht mehr stimmten. Takatso teilt mit, man habe nach den jahrelangen Verhandlungen selber erwogen, die Vereinbarung platzen zu lassen.

Knapp zweieinhalb Jahre später setzt die Regierung nun zu einem neuen Anlauf an. «Das Kabinett hat die Einleitung eines Verfahrens zur Ermittlung eines geeigneten strategischen Eigenkapitalpartners für SAA SOC Limited genehmigt», ist im Protokoll der Kabinettssitzung vom 26. August zu lesen, das am 28. August veröffentlicht wurde.

Unterstützung für Flottenerneuerung und Streckenausbaus

Die Suche nach einem strategischen Eigenkapitalpartner diene «zur Stärkung der Bilanz von SAA, zur Verbesserung des Zugangs zu Kapital und Luftfahrtexpertise sowie zur Unterstützung der Flottenerneuerung und des Streckenausbaus», heißt es. Dies werde es der Fluggesellschaft ermöglichen, nachhaltig zu expandieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Luftfahrtmarkt zu verbessern. «Die Entscheidung zielt zudem darauf ab, das finanzielle Risiko der Regierung zu reduzieren und SAA zu einer glaubwürdigen, investitionsfähigen und selbsttragenden nationalen Fluglinie zu machen.»

Angaben dazu, wie hoch der Anteil an SAA ist, der zum Verkauf steht, gibt es bisher nicht. Ebenfalls keine Informationen dazu, wie die Anforderungen an den gesuchten Investor sind.

SAA ist jetzt profitabel - aber nicht frei von Turbulenzen

In jedem Fall schauen sich Interessenten eine andere SAA an als noch 2021. Im Februar 2026 meldete die Airline, dass sie das Geschäftsjahr 2024/25 mit einem Gewinn abgeschlossen hat - als zweites profitables Jahr in Folge. Die Flotte besteht aus 15 Airbus A320-200, zwei A330-300 und zwei A340-300. Neben etlichen afrikanischen Destinationen stehen zwei Interkontinental-Ziele im Flugplan: São Paulo in Brasilien und Perth in Australien.

Wirklich Ruhe ist bei und um SAA aber nicht eingekehrt. Erst Mitte August wurde nach nur vier Monaten der Interimschef der Fluglinie beurlaubt. Im Mai hatte die Opposition im südafrikanischen Parlament eine Untersuchung zu Sicherheitsproblemen bei South African Airways sowie anderen Luftfahrtunternehmen und -behörden gefordert.

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