Heckflosse von MEA: Neuer Airbus in der Flotte.

Middle East Airlines trotzt Krise

Die Nationalairline des Libanon leidet unter der Instabilität im Nahen Osten. Dennoch will sie ihre Flotte kräftig erweitern.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die Lage ist nicht gerade rosig. Im großen Nachbarland tobt gerade ein blutiger Bürgerkrieg, die Weltwirtschaft steckt in einer tiefen Krise und Kerosin ist rekordteuer. Zudem musste MEA Middle East Airlines den Piloten, den Kabinenangestellten und dem Bodenpersonal letztes Jahr verbesserte Bedingungen gewähren. Und so sank der Betriebsgewinn 2011 um rund 55 Prozent von 90 Millionen auf 50 Millionen Euro. Dennoch will die Nationalairline des Libanon nun zaghaft expandieren. Ende Mai erweiterte sie ihre Flotte um einen weiteren Airbus A320. «Wir leasen das Flugzeug für einen Zeitraum von sechs bis acht Jahren. Dieser Schritt ist Teil unserer allgemeinen Strategie, die Flotte zu erweitern» sagte MEA-Präsident Mohammad Hout gegenüber der libanesischen Tageszeitung The Daily Star.

In dieser Situation will der Unternehmenschef keine voreiligen Schritte unternehmen. Doch er plant fest, die mit rund vier Jahren extrem junge Flotte von den nun 16 Maschinen - allesamt Airbus der Typen A330-200, A321-200 und A320-200 - deutlich zu vergrößern. Im Jahr 2020 soll der Flugzeugpark von MEA Middle East Airlines zwanzig Flieger zählen, wie Hout erklärt. Im Jahr 2021 könnte dann bei vorhandener Nachfrage gar noch ein Flieger dazukommen - immerhin ein Plus von 30 Prozent gegenüber dem Stand von heute. Auch neue Traumdestinationen machte Hout schon aus. Als erstes wünscht er sich Baghdad. Doch dazu müssten die bilateralen Verträge zwischen den Ländern geändert werden, so der MEA-Präsident. Auch Russland möchte er neu bedienen. Aber damit das Wirklichkeit wird, müsste erst die gegenseitige Visumspflicht fallen.

Bald Mitglied von Skyteam

Als die Fluggesellschaft in den Siebziger- und Achtzigerjahren tiefrote Zahlen schrieb, musste sie vom Staat gerettet werden. Damals übernahm die Zentralbank die Aktienmehrheit. Eigentlich wollte sie einen Viertel ihrer Anteile an der Börse platzieren. Doch die politische Krise in der Region ließ den Plan scheitern. Er liegt nun auf Eis.

Derzeit fliegt MEA Middle East Airlines ab ihrem Drehkreuz Rafik Hariri International Airport in Beirut Ziele im Nahen Osten, in Afrika und in Europa an. Dort fliegt die Airline unter anderem nach Düsseldorf, Frankfurt und Genf. 2012 soll sie in die Allianz Skyteam aufgenommen werden.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-konzern-

Airbus-Prognose für 2045: Mehr als 45.000 Flugzeuge, pro Jahr 10 Milliarden Fluggäste, Boom bei Dienstleistungen

Ausgeliefert: Der erste Airbus A350 von KLM in Amsterdam.

So plant KLM mit dem Airbus A350

ticker-airbus-konzern-

Nur zwei Kunden bestellten im September Flugzeuge bei Airbus

ticker-airbus-konzern-

Airbus nimmt Wechsel im Verwaltungsrat vor

Video

Betankung einer Boeing 747 von Lufthansa: IN Frankfurt ist Kerosin knapp.
Der niedrige Wasserstand des Rheins wird zum Problem für Deutschlands größten Flughafen. Tankschiffe können nur noch eingeschränkt Kerosin liefern. Deshalb hat Lufthansa ihre Crews angewiesen, auf ausgewählten Strecken zusätzlichen Treibstoff nach Frankfurt mitzubringen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus U740 Valkyrie: Erstflug erfolgreich absolviert.
Sie startet ohne Landebahn, erreicht bis zu Mach 0,8 und kann bewaffnet werden: Die Airbus U740 Valkyrie hat ihren ersten Flug absolviert. Künftig soll das autonome Kampflugzeug gemeinsam mit Eurofightern operieren.
gerard al fil
Gérard Al-Fil
Boeing 747-8 von Lufthansa: Am 10.Oktober wäre es fast zu einem Tailstrike in Los Angeles gekommen.
Eine Boeing 747-8 von Lufthansa musste in Los Angeles durchstarten. Dabei kam das Heck des Jumbo-Jets der Piste bedenklich nahe.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies