Boeing 787 in Farben von Alaska Airlines: Bald nach Europa unterwegs.

Erster Europa-Flug von Alaska AirlinesIst das die längste Standby-Liste der Welt?

Alaska Airlines startet im Frühjahr erstmals mit Boeing 787 Dreamliner nach Europa. Doch schon Monate vor dem Erstflug nach Rom sorgt nicht die Route für Aufsehen, sondern auch die interne Warteliste.

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Luftfahrt

Wer in der Luftfahrtbranche arbeitet, tut das oft auch aus einer Faszination heraus. «Kerosin im Blut» lautet das geflügelte Wort, das beschreibt, warum viele Menschen sich für die Luftfahrt entscheiden, auch wenn man in anderen Branchen mehr Geld verdienen könnte. Ebenfalls ein Vorteil: Mitarbeitende von Airlines können vergünstigt fliegen. Doch das nur unter speziellen Konditionen.

«Staff Travel» oder «ID Travel» nennt sich das Fliegen zu den Sonderkonditionen. Wer sich für diese günstige Alternative entscheidet, hat allerdings nicht einfach so ein Ticket sicher. Die Person wird automatisch auf die Standby-Liste des jeweiligen Fluges gesetzt. Diese Liste wird erst kurz vor Abflug abgearbeitet, wenn feststeht, wie viele Plätze tatsächlich frei bleiben.

Bei Alaska Airlines bahnt sich ein Standby-Rekord an

Die Reihenfolge auf der Standby-Liste folgt klaren Prioritäten. Dienstliche Reisen haben Vorrang vor privaten, eigene Mitarbeitende vor externen Partner-Airlines. Auch Beschäftigungsstatus und Anmeldezeitpunkt können eine Rolle spielen. Sind am Ende keine Sitze verfügbar, bleibt man am Boden. Für Mitarbeitende bedeutet das maximale Flexibilität, aber keine Garantie. Für Airlines wiederum ist es ein Weg, freie Kapazitäten zu nutzen, ohne das kommerzielle Geschäft zu beeinträchtigen.

Dass Standby-Listen lang sein können, ist klar. Auf beliebten Strecken bleiben immer wieder Leute zurück. Doch bei Alaska Airlines bahnt sich gerade ein Rekord an. Schon jetzt stehen auf der Standby-Liste fast dreimal so viele Menschen, wie überhaupt ins Flugzeug passen.

Alaska Airlines startet mit dem Dreamliner nach Europa

Die Fluggesellschaft nimmt in ein paar Monaten erstmals Flüge nach Europa auf. Am 28. April 2026 soll es so weit sein. Dann hebt erstmals ein Langstreckenflug von Alaska Airlines in Richtung Europa ab, es geht von Seattle nach Rom. Geflogen wird mit einem Boeing 787-9 Dreamliner, der aus der früheren Flotte von Hawaiian Airlines stammt. Für die Airline ist es ein Meilenstein. Und für viele Mitarbeitende offenbar ein Ereignis, das man um keinen Preis verpassen möchte. Über das System meldeten sich schon kurz nach der Freischaltung über 500 Personen für den Flug an, wie zuerst das Portal PYOK bemerkte. Doch dabei blieb es nicht.

Inzwischen stehen weit über 1000 Namen auf der Warteliste. Zum Vergleich: Die Boeing 787-9 von Alaska Airlines bietet Platz für rund 300 Passagiere, davon 34 in der Business Class und 266 in der Economy. Selbst wenn kein einziger zahlender Gast an Bord wäre, könnten nur ein Bruchteil der Wartenden mitfliegen. Inzwischen hat man auch bei der Airline bemerkt, dass das Ganze aus dem Ruder läuft. Wie das Portal View from the Wing berichtet hat Alaska Airlines ihre Mitarbeitenden sogar aufgefordert, sich wieder abzumelden, wenn sie es nicht ernst meinen.

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