Sänger Yang Yo-seob (Yoseob) von der Band Highlight: Viele Fans geben alles für ihren Anblick.

Rummel an Bord und an FlughäfenKorean Air kämpft gegen K-Pop-Fans

Verehrer koreanischer Boygroups kaufen mitunter teure Flugtickets, um ihren Stars an Bord nahe zu sein. Kurz vor Abflug steigen sie aus und erhalten ihr Geld zurück. Das unterbindet Korean Air jetzt.

Top-Jobs

Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Die Bands heißen BTS, Exo, Wanna One, BTOB, JBJ, Seventeen, Super Junior, Highlight, Shinee oder Infinite. Und sie versetzen Millionen von Mädchen in Ekstase. K-Pop - so der Begriff für koreanischsprachige Popmusik - erlebt gerade einen globalen Boom. Besonders hoch ist der Rummel um die singenden und tanzenden hübschen jungen Männer (seltener auch Frauen) immer noch in Asien.

Und das macht Korean Air zunehmend zu schaffen. Im Dezember trat die Band Wanna One in Hongkong auf. Zurück flogen die Musiker mit einem Linienflug der größten Fluggesellschaft des Landes. Drei Fans hatten das mitbekommen und buchten Tickets je in der Economy, Business und First Class. So schafften sie es, ihren Stars ganz nah zu sein. Kurz bevor die Boeing 747 abheben sollte, teilten sie den Flugbegleitern aber mit, aussteigen zu wollen. Die Folge war, dass alle 360 Reisenden den Flieger verlassen mussten und es zu einer mehrstündigen Verspätung kam.

Nach dem Gate wird es teuer

Während Korean Air alle Passagiere entschädigen musste, bekamen die drei K-Pop-Fans ihre Tickets zurückerstattet. Es ist kein Einzelfall. Insgesamt verzeichnete die Fluggesellschaft vergangenes Jahr 35 solcher Vorfälle. Schaue man alle koreanischen Airlines an, seien es wohl mehr als 100, so ein Sprecher zur Zeitung Korean Times. Die Fans nutzen dabei die Klausel, dass teure Tickets voll zurückerstattet werden, wenn der Passagier sie annulliert - auch in letzter Minute.

Darauf hat die Airline nun reagiert. Sie hat auf den 1. Januar eine neue Gebühr eingeführt. Wer einen internationalen Flug annulliert, nachdem er eingestiegen ist, zahlt künftig eine Stornogebühr von 200.000 Won, umgerechnet 156 Euro. Ob das ausreicht, um die Hysterie einzudämmen, ist offen.

Auch eine Verdienstmöglichkeit

Bisher gab es schon eine No-Show-Gebühr. Wer seinen Flug nicht antritt, zahlt zwischen 50.000 und 120.000 Won. Vielen Fans war das egal. Immerhin konnten sie ihren Idole für dieses Geld beim Einsteigen wirklich nahe kommen. Zudem gab es auch eine Verdienstmöglichkeit. Die Fotos der Stars konnten die Fans mitunter Magazinen verkaufen.

Mehr zum Thema

ticker-korean-air-neu

Korean Air holt Catering-Tochter ins Unternehmen zurück

ticker-korean-air-neu

Korean Air eröffnet neue Premium-Lounge in Los Angeles

ticker-korean-air-neu

Korean Air senkt CO₂-Ausstoß trotz mehr Flügen

ticker-korean-air-neu

Korean Air kommt mit Boeing 787-10 nach Zürich

Video

crj900 laguardia ntsb
Das Cockpit wurde völlig zerstört, die Piloten der Bombardier CRJ900 von Air Canada überlebten den Zusammenstoß mit einem Feuerwehrtruck nicht. Die Funkaufzeichnungen dokumentieren die dramatischen Momente vor dem Unglück.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin