Nach dem Absturz einer Maschine im August 2018 in den Alpen besitzt Ju-Air noch zwei Junkers Ju-52.

Drei AuflagenJu-Air muss künftig Flüge aufzeichnen

Die Rundfluganbieterin Ju-Air darf wieder fliegen. Die Schweizer Behörde macht ihr aber drei Auflagen, damit die Ju-52 abheben dürfen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Die Ankündigung kam ziemlich schnell. Bereits drei Tage nach dem tragischen Absturz einer Junkers Ju-52 in den Schweizer Alpen gab die Rundfluganbieterin Ju-Air bekannt, die Flüge am Freitag (17. August) wieder aufzunehmen. Die Behörden hätten versichert, dass es keinen Anlass gebe, an der Betriebssicherheit zu zweifeln, begründete sie damals.

Doch die Wiederaufnahme der Rundflüge mit den historischen Flugzeugen wird von der Schweizer Luftfahrtbehörde Bazl an strenge Auflagen geknüpft. So muss Ju-Air in ihre zwei verbliebenen Ju-52 GPS-Datenaufzeichungsgeräte einbauen. So werde «eine nachträgliche Beurteilung der Flugroute» möglich, schreibt das Bundesamt für Zivilluftfahrt. Nach dem Unfall war kritisiert worden, dass die Flieger keine Blackbox besitzen.

Höher über Gebirgspässe

Damit nicht genug. Ju-Air muss ab sofort auch eine Minimalhöhe von 1000 Fuß (rund 304 Meter) über unbewohntem und 2000 Fuß (rund 608 Meter) über bewohntem Gebiet einhalten. Das sei mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestflughöhe, so die Behörde. Zudem muss muss die Rundfluganbieterin mit ihren Ju-52 künftig die Minimalhöhen für Gebirgspässe einhalten, die von der Icao empfohlen werden.

Das wurde bisher nicht immer gemacht, da es keine Vorschrift, sondern nur eine Empfehlung war. Ebenso müssen die Passagiere in den beiden Ju-52 von Ju-Air künftig den ganzen Flug über angeschnallt bleiben. Bisher konnten sie sich im Flugzeug frei bewegen.

Keine Hinweise auf technisches Problem

Aktuell gibt es «keine Hinweise auf ein generelles technisches Problem», so das Bazl weiter. Ein Grounding der Ju-52 sei deshalb nicht gerechtfertigt. Die Untersuchung zum Unfall, bei dem 20 Menschen starben, dauere aber noch Monate an. «Sollte sich während dieser Zeit ein Hinweis auf ein technisches Problem ergeben, würden wir die Lage neu beurteilen und allenfalls ein Flugverbot aussprechen», so die Behörde weiter.

Mehr zum Thema

Skyguide: Am Dienstag kam es erneut zu Problemen.

Erneut technische Störung: Skyguide muss Kapazität im Schweizer Luftraum halbieren

ticker-schweiz

Schweizer Münzprägestätte gibt Sondermünze zum 125-Jahr-Jubiläum des Aero-Clubs heraus

ticker-schweiz

Kasachstan und Schweiz schaffen Grundlage für Direktflüge

Die Wrackteile: Nur sichtbar durch das Abschmelzen des Gletschers.

Schweizer Gletscher gibt Flugzeugwrack mehr als 60 Jahre nach Absturz frei

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack