Flugzeuge von Iberia: Die Langstreckenflotte soll bis 2030 um mindesten 14 Flugzeuge wachsen.

AusbauplanIberia pusht Langstreckenflotte auf 70 Langstreckenflugzeuge

Mit einem ambitionierten Fünfjahresplan will die spanische Nationalairline bis 2030 deutlich wachsen. Iberia plant mehr Flugzeuge, mehr Ziele und mehr Personal. Die Langstreckenflotte soll auf 70 Jets wachsen.

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Durch harte Arbeit kommt das Glück, heißt es. Im Fall von Iberia scheint sich dies ausgezahlt zu haben. Einst war die spanische Fluggesellschaft chronisch defizitär. Inzwischen ist sie eine der rentabelsten Töchter im IAG-Konzern. Und das bringt ihr auch Ehre. Iberia wurde im vergangenen Jahr die erste Airline weltweit, die den Airbus A321XLR übernehmen durfte.

«Das war ein Meilenstein in unserer Firmengeschichte», sagte Iberia-Chef Marco Sansavini am Mittwoch (18. Juni) bei einer Pressekonferenz in Madrid. Er begnügt sich aber nicht damit und hat deshalb einen ehrgeizigen Fünfjahresplan vorgestellt. Er heißt Plan de Vuelo 2030 (Flugplan 2030) und setzt vor allem auf Wachstum: mehr Ziele, mehr Flugzeuge und mehr Personal.

Drei neue Ziele in Nordamerika

«Iberia ist bereits 20 Prozent größer als vor Covid, was es uns ermöglicht hat, unsere Position in unseren Schlüsselmärkten zu stärken», erklärte Sansavini. Das unsere Konkurrenten bisher nicht geschafft, so der Chef weiter.

Schlüsselmärkte für Iberia sind Nord- und Südamerika. Insgesamt 31 Destinationen hat die spanische IAG-Tochter im Programm. Mit Toronto, Philadelphia und Monterrey fügt sie nun drei weitere hinzu. Trotz aktueller Spannungen rechnet sie langfristig mit weiterem Wachstum nach Nordamerika.

Ausbau auch in Lateinamerika

Insgesamt rechnet Iberia mit einem Wachstum auf der Langstrecke von rund 3 bis 5 Prozent pro Jahr, so der Iberia-Chef. Schaffen will sie das neben der Aufnahme neuer Destinationen auch, indem sie bestehende Frequenzen weiter aufstockt.

Während in den großen Metropolen wie Mexiko City, Buenos Aires, Santiago de Chile und Bogotá kaum noch Wachstum möglich ist, plant Iberia, die Frequenzen zu den Nicht-Hauptstädten weiter auszubauen. Das Ziel ist es, auf diesen Routen langfristig tägliche Flüge anzubieten.

Sechs Milliarden Euro Investition

Um dieses Wachstum zu stemmen, investiert die Airline massiv. Insgesamt gibt sie für den Plan sechs Milliarden Euro aus, davon entfallen 70 Prozent auf die Flotte. Die übrigen 30 Prozent sind für eine Verbesserung des Kundenerlebnisses, den Ausbau am Drehkreuz Madrid und das Personal gedacht.

Zu den aktuell 45 Langstreckenflugzeugen – drei Airbus A321 XLR, 20 Airbus A330 und 22 Airbus A350-900 – kommen bis 2030 mindestens 14 weitere Flugzeuge hinzu. Konkret sind dies neun Airbus A350-900 und fünf weitere Airbus A321 XLR. Wenn der Plan aufgeht und die Airline profitabel wächst, sollen es aber noch mehr werden.

Bis zu elf Airbus A330 Neo für Iberia

Laut Sansavini hat Iberia Zugriff auf elf Airbus A330 Neo aus der IAG-Bestellung, die im Mai bekannt gegeben wurde. Das werde bis Mitte des nächsten Jahrzehnts aktuell, so der Iberia-Chef. Im besten Fall besitzt die Airline nach 2030 eine Langstreckenflotte von 70 Flugzeugen.

Iberia investiert aber auch in die bestehenden Flieger. Geplant ist, dass alle Airbus A330 in den kommenden Jahren mit dem aktuellen Interieur ausgerüstet werden. Zudem soll die Kurz- und Mittelstreckenflotte in den kommenden zwei bis drei Jahren zu 85 Prozent nur noch aus Airbus A320 Neo und A321 Neo bestehen. Dabei sollen vier weitere Flugzeuge hinzukommen.

Iberias ist finanziell stabil

Neben Flugzeugen braucht Iberia auch zusätzliches Personal. Iberia plant daher, in den kommenden Jahren 1000 zusätzliche Beschäftigte pro Jahr einzustellen. Gleichzeitig soll in das aktuelle Personal investiert werden, damit beispielsweise Erste Offiziere zu Kapitänen aufsteigen können. Auch für das Kabinenpersonal und den Technikbereich verspricht der Chef Aufstiegsmöglichkeiten.

Möglich macht all das der wirtschaftliche Erfolg der vergangenen Jahre. 2012 betrug die Betriebsmarge, also das Betriebsergebnis im Verhältnis zum Umsatz, noch minus 7,3 Prozent. Zwischen 2015 und 2019 war sie immer positiv. 2020 und 2021 schlug die Pandemie zu, und seit 2022 ist die Marge von 6,9 Prozent auf 13,6 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen.

Mutter IAG setzt hohe Ziele

Laut dem Airline-Chef hat Iberia dafür hart gearbeitet. Die Säulen für die mittelfristige Zukunft des Unternehmens sind Effizienz und operative Exzellenz, angetrieben durch finanzielle Solidität. Zudem wurden auch die Corona-Kredite schon frühzeitig im Jahr 2023 zurückbezahlt.

Basis all dieser Wachstumspläne ist, dass die Airline eine Betriebsmarge zwischen 13,5 und 15 Prozent pro Jahr erwirtschaftet. Sollte Iberia das Ziel nicht erreichen oder von Arbeitskonflikten betroffen sein, kann IAG schnell Investitionen stoppen. Aer Lingus hat das nach internen Konflikten erlebt. Der erste A321 XLR ging deshalb an Iberia.

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