Taufe der MD83 in den Farben von Hispania: Fliegt nicht mehr.

Grounding nach 15 Tagen

Hispania Airways feierte am 6. Dezember den Jungfernflug. Nun stellte die spanische Fluglinie ihren Betrieb bereits wieder ein - wegen Passagiermangel.

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Eine Handvoll Reisende schritt an jenem wolkenverhangenen Donnerstag übers leere Vorfeld des Flughafens Federico García Lorca Granada-Jaén. Vor ihnen stand eine McDonnell Douglas MD83 mit frischem, weißem Anstrich und dem Logo von Hispania Airways. Die junge Fluggesellschaft wollte fortan ihre Basis in Südspanien mit inländischen und ausländischen Metropolen verbinden - Barcelona, London, Madrid, Paris und Rom. Der Jungfernflug mit der Nummer MDP7100 führte die ersten Passagiere am 6. Dezember aber in die italienische Hauptstadt. Der Verkauf von Tickets verlaufe schleppend, erklärte damals Geschäftsführer Luis Araque gegenüber dem Tourismusfachportal Preferente. Man sei halt noch eine unbekannte Gesellschaft. Aber der Flughafen Granada habe ein riesiges Potenzial, das «Völlig unerschlossen» sei.

Mit attraktiven Preisen wollte sich Hispania Airways die Loyalität der Kunden erkämpfen. So könne man auch neben Iberia und Vueling bestehen, so Araque. Er selber rechnete im ersten Jahr mit 70'000 bis 80'000 Passagieren, vor allem Touristen aus den angeflogenen Städten und Spaniern, die dort Erholung suchen. Für den Betrieb leaste Hispania eine zwanzigjährige MD83 von der rumänischen Medallion Air.

Verkauf an Investoren

Doch gerade Mal 15 Tage nach dem Start ist es schon wieder aus mit der Fluglinie. Aus Gründen fehlender Buchungen stelle man den Betrieb ein, meldete sie letzten Freitag (21. Dezember). Nun werde das Unternehmen an amerikanische Investoren verkauft.

Dem Ende ging offensichtlich ein Streit mit Vista Travel voraus. In der Mitteilung zum Grounding teilte Hispania nämlich auch mit, das Reisebüro habe den Zusammenarbeitsvertrags zur Ausstellung der Tickets «einseitig gebrochen». Von der Annullierung der Flüge betroffene Passagiere sollten sich an Vista wenden. Doch das angegriffene Unternehmen schlägt zurück und droht nun Hispania mit rechtlichen Schritten. Alleine die Fluglinie können bezahlte Tickets zurückerstatten.

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