Airbus A320 von Easyjet: 26 Männer mussten von der Polizei am Mitflug gehindert werden.

Unruly PassengersGleich 26 Pöbel-Passagiere auf einem Flug

In Glasgow wurde die Polizei zum Gate eines Easyjet-Fluges nach Portugal gerufen. Auffällig geworden waren nicht eine Handvoll Männer, sondern gleich 26.

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Das zwangsweise Zusammentreffen mit betrunkenen pöbelnden Personen ist eigentlich immer unangenehm; besonders unerfreulich ist die Situation in einem Flugzeug. Sehr viele Menschen, auf sehr wenig Raum. Es ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch zu sicherheitsrelevanten schwierigen Situationen führen, wenn Betrunkene im Rausch Türen öffnen, in die Kabine pinkeln oder wilde Drohungen gegenüber ihren Mitreisenden aussprechen.

Wenn alles nichts bringt, werden die Unruhestifter auch schon mal an ihren Sitz gefesselt. Bilder von mit Klebeband an einen Sitz gefesselten Unruly Passengers gingen in den letzten Jahren in den sozialen Netzwerken viral. Meist handelt es sich bei den Tätern um Einzeltäter. Nicht so am 20. Juni auf dem Easyjet-Flug U23163 von Glasgow nach Faro.

Gleich 26 Männer

Da pöbelten gleich 26 Passagiere. Allerdings nicht lange, denn die Truppe wurde noch vor dem Abflug von der Polizei in Gewahrsam genommen. Easyjet bestätigte den Vorfall und teilte weiter mit, dass man der Gruppe aufgrund von störendem Verhalten den Mitflug verweigert habe. Die Männer sollen trotz verweigerter Mitnahme immer wieder versucht haben, ins Flugzeug zu kommen.

Auch die schottische Polizei bestätigte gegenüber lokalen Medien den Vorfall. «Am Donnerstag, dem 20. Juni 2024, gegen 17:10 Uhr wurden Beamte zu einer Meldung über Unruhen an Bord eines Flugzeugs gerufen, das nach Portugal abfliegen sollte», so ein Sprecher der schottischen Polizei.

Abflug mit deutlicher Verspätung

Easyjet betonte, dass die Sicherheit des Fluges und der anderen Passagiere zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Das Kabinen- und Bodenpersonal sei darauf geschult, alle Situationen einzuschätzen und schnell und angemessen zu handeln.

Zwar mussten die übrigen Reisenden den Flug nicht mit den Pöbeln verbringen. Ein Nachspiel hatte die ganze Aktion aber auch für sie. Denn der Airbus A320 mit der Kennung G-EZTN konnte erst mit deutlicher Verspätung abheben. Der geplante Abflug war für 16.25 Uhr geplant. Der knapp 14 Jahre alte Airbus verließ die Startbahn jedoch erst um 18.51 Uhr. Zwei Stunden später als geplant landete die Maschine in Portugal.

Fluggesellschaften reagieren auf Alkoholgenuss

Ob die Männer unter starkem Alkoholeinfluss standen, ist unklar. Es heißt nur, dass sie vor dem Boarding schon mit starken Wutanfällen auffällig geworden sein sollen. Generell ist übertriebener Alkoholgenuss einer der Hauptgründe für auffälliges Verhalten in Flugzeugen.

Easyjet teilt mit, dass es auf allen Flügen verboten sei seinen selbst mitgebrachten Alkohol an Bord zu konsumieren. «Auf diese Weise wird sichergestellt, dass der gesamte Alkoholkonsum an Bord von der Flugbesatzung aufmerksam verfolgt und kontrolliert wird», so eine Sprecherin zu aeroTELEGRAPH.

Ryanair checkt Alkohol auf einigen Flügen ein

Ryanair hat die Mitnahme von eigenem Alkohol auf einigen Flügen von Großbritannien nach Spanien verboten. Betroffen sind die Urlaubsziele Ibiza, Alicante, Barcelona, ​​Malaga, Palma und Teneriffa Süd. Reisende müssen ihre erworbenen Alkoholika in ein geeignetes Handgepäckstück verpacken und am Gate abgeben. Anschließend wird es kostenlos im Frachtraum transportiert.

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