Aeroflot-Jets: Harte Vorwürfe gegen die Airline

Geldverschwendung bei Aeroflot?

Mehrere hundert Millionen Dollar soll die russische Nationalairline zum Fenster hinausgeworfen haben. Ermittler werfen ihr Missmanagement vor.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Wirklich wirtschaftete man bei Aeroflot offenbar nicht. 2012 sank der Jahresüberschuss um zwei Drittel auf 166 Millionen Dollar. Prognostiziert hatte das Management einen Überschuss von 233 Millionen. Doch es geht nicht nur um Diskrepanzen im letzten Jahr. Der Zeitraum, den nun ein Untersuchungsausschuss der Regierung überprüfte, ist deutlich größer. Aeroflot wurde für die Zeit von 2010 bis September 2012 einer Betriebsprüfung unterzogen, berichtet die Nachrichtenagentur Ria Novosti. Und die Prüfer fällen ein hartes Urteil über das Management.

Mehr als 440 Millionen Dollar habe die Fluggesellschaft falsch investiert, lautet das Ergebnis. 276 Millionen habe man in Verbrauchsgüter und Dienstleistungen investiert, 127 Millionen in Kredite und Stützen für eine Tochtergesellschaft, sowie 50 Millionen in den Verkauf und Rückkauf von eingetragenen Marken, heißt es beim Nachrichtenportal UPI.

Unnötige Geldverschwendung

All das sei unnötige Geldverschwendung, urteilt Sergei Ryabukhin, Vorsitzender der Untersuchungskommission. Das Management habe nicht nachvollziehbare und für das Unternehmen schlechte Entscheidungen getroffen, was die Finanzen von Aeroflot anging. Unter anderem hatte die Fluglinie von der staatlichen russischen Sberbank 12 Milliarden Rubel geliehen, um Tochterfirmen zu unterstützen. Daraus resultierten 127 Millionen Dollar an Zinszahlungen.

Aeroflot verteidigt sich. Als Nationalanbieter habe man auch eine soziale Verantwortung gegenüber den Einwohnern in den Regionen, in denen die Tochtergesellschaften operieren. Daher müsse man die Airlines am Leben erhalten. «Wir tun das, was für Region und das Land am besten ist», heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier