Stillende Mütter müssen Mich abpumpen, um Entzündungen vorzubeugen: Pilotinnen von Frontier Airlines dürfen das ab sofort.

Gleichberechtigung Frontier-Pilotinnen gewinnen im Kampf um Stillpausen

Pilotinnen mit Säuglingen klagten gegen ihren Arbeitgeber Frontier Airlines wegen Diskriminierung - und gewannen. 

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die amerikanische Billigfluggesellschaft Frontier erklärt auf ihrer Website vollmundig: Wir unterstützen das Recht der Frauen, auf unseren Flügen zu stillen, voll und ganz. Auch Milchpumpen sind an Bord willkommen. Bislang galt das Versprechen allerdings nur für Passagierinnen.

Die Regeln für das eigene Personal sahen lange anders aus. Pilotinnen klagten über Diskriminierungen aufgrund ihrer Mutterschaft. Frauen, die nach der Geburt aufgrund des in den USA fehlenden Mutterschutz schnell wieder ins Cockpit zurückkehrten und während des Fluges Milch abpumpten, wurden vom Management abgemahnt.

Klage war erfolgreich

Pilotinnen und auch Flugbegleiterinnen klagten gegen Frontier. Im vergangenen Jahr gestattete die Airline ihrem Kabinenpersonal den Einsatz von Milchpumpen. Am vergangenen Dienstag (5. Dezember) hat die US-Gleichstellungsbehörde (Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) mit der Airline eine Einigung erzielt,  berichtet das Portal PYOK.

Stillende Pilotinnen der Fluggesellschaft dürfen ab sofort im Cockpit Milch abpumpen. Voraussetzung ist, dass sich das Flugzeug in einer ruhigen Flugphase befindet. Wichtiger könnte die Entscheidung sein, dass schwangere Pilotinnen mit einem ärztlichen Attest weiterhin fliegen dürfen und einen Anspruch auf einen Job am Boden bekommen haben. Bislang verweigerte die Airline beides. Die Frauen wurden in unbezahlten Urlaub geschickt.

Signalwirkung für die Branche

Die Menschenrechtsorganisation ACLU (American Civil Liberty Union), die im Namen der Pilotinnen die Klage eingereicht hat, begrüßte die Einigung und spricht von einer Signalwirkung für die Branche. «Wir hoffen, dass dies zu weiteren Veränderungen und stärkeren Schutzmaßnahmen für Arbeitnehmer in der gesamten Luftfahrtbranche führen wird», sagte ACLU-Anwältin Aditi Fruitwala.

In Deutschland drohen den stillenden Pilotinnen keine Drangsalierungen. Die Pilotengewerkschaft VC teilt auf Anfrage mit, dass Mitarbeitende in der Luft, wenn sie stillen nach dem Mutterschutz in ein Beschäftigungsverbot gehen können. Und das bei vollen Bezügen. Die meisten deutschen Luftfahrtunternehmen setzen die Angestellten nicht für andere Tätigkeiten ein. Somit sind Angestellte zu Hause, so lange sie stillen. Stillzeit wird nicht von der Elternzeit abgezogen.

Mehr zum Thema

Als American Airlines die erste Pilotin engagierte

Als American Airlines die erste Pilotin engagierte

Schwangerschaft: Flugbegleiterinnen in Deutschland dürfen nicht mehr fliegen.

Schwanger in Cockpit und Kabine - geht das?

Peter Glade, Chief Commercial Officer TUI Airline

«Zwischen Cockpitmagie und Klapptisch-Manöver – unterwegs im Flieger»

ticker-faa

USA geben Airlines ein Jahr mehr Zeit für Einführung von zweiter Cockpitschranke

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg