Boeing 787 von Alaska Airlines: Ist genug Personal an Bord?

Probleme beim ServiceFlugbegleitende schlagen Alarm: Alaska Airlines soll Boeing 787 zu knapp besetzen

Alaska Airlines baut nach der Übernahme von Hawaiian Airlines mit großen Ambitionen ein eigenes Langstreckennetz auf. Doch ausgerechnet beim neuen Aushängeschild gibt es Ärger.

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Alaska Airlines baut nach der Übernahme von Hawaiian Airlines gerade ihr eigenes Langstreckennetz auf. Doch beim neuen Aushängeschild gibt es Ärger. Die Flugbegleitergewerkschaft AFA-CWA hat formell Beschwerde eingelegt. Ihr Vorwurf: Die Fluggesellschaft habe den Service in der Economy Class ihrer Boeing 787 ausgebaut, ohne dafür zusätzliches Kabinenpersonal einzuplanen. Auf die Kritik der Crews habe das Management bislang im Wesentlichen mit einer Aufforderung reagiert: Ändert was!

Laut Gewerkschaft sind neun oder zehn Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter für bis zu 300 Reisende an Bord verantwortlich. Vier kümmern sich um die 34 Gäste in der Business Class, für bis zu 266 Passagiere in der Economy bleiben damit fünf oder sechs. Gleichzeitig hat Alaska Airlines das Angebot dort unter anderem um zusätzliche Getränke, Alkohol zum Kauf, Eis und warme Kekse erweitert.

Gewerkschaft fordert Reduktion des Service

Die aktuellen Personalstärken machten es «unmöglich, die Versprechen des Managements einzuhalten», kritisiert AFA-CWA. Die Gewerkschaft fordert deshalb eine klare Entscheidung: «Wenn das Management ein bestimmtes Serviceniveau erwartet, muss es auch das dafür notwendige Personal bereitstellen.» Andernfalls müsse der Service reduziert werden.

Besonders brisant ist der Streit, weil Alaska Airlines mit den von Hawaiian übernommenen Boeing 787 gerade erst auf der Langstrecke durchstartet. Die Jets fliegen von Seattle nach London, Rom, Tokio und Seoul. Fünf Dreamliner gehören bereits zur Flotte, zwölf weitere sind bestellt. Innerhalb der kommenden vier Jahre will Alaska Airlines von Seattle aus zwölf internationale Langstreckenziele bedienen. Doch während das Netzwerk wachsen soll, streiten Airline und Crews nun erst einmal darüber, wie viel Service sich mit der vorhandenen Besetzung überhaupt leisten lässt.

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