Etihad will Qantas beerben

Die australische Airline Qantas will einen Teil ihrer internationalen Routen streichen - und schon springt die Konkurrenz in die Bresche.

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Qantas kämpft gegen die roten Zahlen und plant eine radikale Restrukturierung. Wie der Konzern am Morgen bekannt gab, plant er die Streichung von etwa 1000 Arbeitsplätzen. Auch die Flotte will die Airline erneuern. Bis zu 110 A-320-Maschinen von Airbus will sie dafür kaufen.

Außerdem dürfte Qantas in der kommenden Woche eine Neuordnung der internationalen Routen bekannt geben. Sehr wahrscheinlich wird die australische Airline einen Teil der internationalen Strecken streichen, die nicht mehr profitabel genug sind. So will der Konzern den Verlust, der für dieses Jahr auf etwa 200 Millionen Dollar geschätzt wird, eindämmen.

John Hogan will davon profitieren. Hogan, ebenfalls Australier, ist Chef der in Abu Dhabi ansässigen Fluggesellschaft Etihad. Und will sich die Strecken, die Qantas fallen lässt, nun unter den Nagel reißen. Hogan sagte in einem Interview mit der Zeitung «The Age», Etihad würde mit Freude die Lücken, die die Quantas-Restrukturierung hinterlässt, wieder schließen.

Welche Lücken genau das sein könnten, darüber wird momentan nur spekuliert. In der Branche munkelt man von einer Stillegung der Strecke Los Angeles-New York. Aber auch die Ziele Buenos Aires, Honolulu und Mumbai stünden laut «The Age» zur Debatte.

Arabische Airlines machen es Qantas schwer

Etihad Airways ist erst sieben Jahre alt. Die Airline konkurriert mit Qatar und Emirates, die ebenfalls im Mittleren Osten ansässig sind. die Konkurrenz aus dieser Region hat einen großen Anteil am Rückgang der Qantas-Passagierzahlen. Der Marktanteil von Qantas an internationalen Routen hat sich von 35 aus 20 Prozent verringert.

Qantas-CEO Alan Joyce sieht die Schuld daran bei asiatischen und arabischen Anbietern. In einem Interview mit dem Portal Australian Business Traveler betonte er, dass die Zahl an australischen Passagieren um zehn Prozent zugenommen habe. Die Anzahl der australischen Reisenden, die bei internationalen Anbietern buchten, sei aber um 39 Prozent gestiegen.

Aufgrund dieser Entwicklung gründet die australische Fluggesellschaft gleich zwei neue Tochtergesellschaften in Asien, um vom wachsenden Markt in der Region zu profitieren.. Eine davon sei im Premium-Bereich geplant, eine im Low-Cost-Segment. Singapur oder Kuala Lumpur könnten mögliche Standorte der neue Airlines sein.

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Redaktion