Boeing 777X: Mit dem neuen Flugzeug will Emirates in der Zukunft die Langstrecke ausbauen.

Emirates möchte Europa-Hub

Die Golfairline würde gerne Direktflüge von Spanien nach Südamerika anbieten. Sie sieht da ein großes Potenzial. Doch noch erlaubt die Politik das nicht.

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Emirates hat Spanien seit Langem im Visier. Denn die Nationalairline Iberia ist angeschlagen und ist nur noch auf Routen nach Südamerika wirklich stark. Das bietet der Konkurrenz Chancen. Emirates nutzt die offensichtlich. Vergangenes Jahr wuchs die Golfairline in Spanien 60 Prozent, dieses Jahr sollen es immer noch rund 25 Prozent sein. Dabei spielt der Airbus A380 eine zentrale Rolle. Bereits jetzt wird er täglich auf der Strecke von Barcelona nach Dubai eingesetzt. Bald soll er auch nach Madrid fliegen und auch von dort Asien-Reisende aufs Emirates-Netz bringen.

Doch die Golfairline will noch mehr. «Das Angebot ist zwar schon groß. Dennoch glaube ich nicht, dass der Markt gesättigt ist», sagte kürzlich Emirates' Spanien-Chef Fernando Suárez de Góngora. Das Land sei interessant, um ein Drehkreuz für Flüge nach Südamerika einzurichten, erklärte er gemäß dem Tourismusfachportal Preferente.

Es fehlt noch die fünfte Freiheit

Damit die Idee umsetzbar wäre, müsste sich aber zuerst die politische Lage ändern, so Suárez de Góngora. Es brauche dazu ein bilaterales Abkommen zwischen Spanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, welches auch die so genannte fünfte Freiheit zulässt. Nur dann darf eine Airline von einem anderen Land aus in einen Drittstaat fliegen. Danach sehe es vorderhand aber noch nicht aus. Die Idee «könnte indes interessant sein und hat Potenzial», so der Emirates-Manager. Bis dahin versucht er Iberia und ihrer Schwestergesellschaft British Airways weiter Passagiere nach Osten abzuluchsen.

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