Boeing 737 von El Al: Am Boden.

GroundingEl Al stellt alle Flüge ein

Die israelische Nationalairline leidet besonders unter der Corona-Krise. Ein Streit mit den Piloten führt nun sogar dazu, dass die Flieger von El Al auf unbestimmte Zeit am Boden bleiben.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Vorstandsvorsitzender Gonen Usishkin hat eine dramatische Entscheidung getroffen. Er ordnete die Rückkehr aller Flugzeuge nach Tel Aviv an. Seit Mittwoch (1. Juli) steht daher die gesamte Flotte von El Al am Boden. Das Grounding gilt für auf unbestimmte Zeit.

Hinter dem Flugstopp steht ein Streit zwischen dem Management von El Al und den Piloten. Die Gewerkschaft der Cockpitbesatzungen teilte gemäß dem TV-Sender KAN mit, dass die Führung des Unternehmens «die vor weniger als einem Monat mit der Gewerkschaft unterzeichneten Vereinbarungen nicht eingehalten hat» und man keine andere Wahl habe, als zum Schluss zu kommen, dass die Eigentümer nicht in der Lage seien, El Al zu retten. Von den 650 Piloten arbeiten aktuell 540 nicht und erhalten keinen Lohn.

Unklarheit über staatliche Hilfe

Die Piloten kritisieren, die Führung habe den Rettungsplan der Regierung abgelehnt. Zwei Optionen liegen dabei auf dem Tisch. Eine beinhaltet einen staatlich garantieren Kredit und eine Kapitalerhöhung, die andere nur einen staatlich garantierten Kredit. Vor allem die Klausel, dass der Staat wieder Aktionär von El Al werden könnte, falls die Kapitalerhöhung scheitert, kommt bei den Eigentümern schlecht an.

Alleine zwischen Januar und März, also noch bevor die Corona-Krise so richtig losging, verlor El Al 140 Millionen Dollar. Damit ist der Quartalsverlust massiv höher als das Minus im ganzen Jahr 2019, als es 60 Millionen Dollar betrug. Die bereits vor der Pandemie angespannte finanzielle Lage hat sich dadurch massiv verschlechtert. Und die Entscheidung der EU von dieser Woche, israelische Reisende wegen der hohen Ansteckungsrate im Lande nicht einreisen zu lassen, ist ein weiterer Schlag für sie.

Mehr zum Thema

Boeing 737 von El Al: Die Airline ist angeschlagen.

Staat könnte wieder bei El Al einsteigen

Dreamliner von El Al: Finanzielle Probleme.

El Al muss ein Drittel der Belegschaft entlassen

Dreamliner von El Al über nubischen Pyramiden (Montage): Die israelische Nationalairline überflog erstmals den Sudan.

Dreamliner von El Al fliegt historische Route

ticker-el-al-neu2

Israel schränkt Betrieb am Flughafen Tel Aviv stark ein - El Al bei Abflügen ins Ausland nur noch mit 5 Prozent Kapazität

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg