Ankunftshalle: Bald Flüge von Air Alicante?

Eine neue Fluglinie für Spanien

Ryanair strich fast die Hälfte der Flüge in Alicante. In die Lücke wollen Investoren mit einer eigenen Fluglinie stoßen.

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Die Marken Air Alicante und ALA sind bereits registriert. Und die Pläne für die neue spanische Fluggesellschaft scheinen auch schon sehr konkret. Sie soll den Flughafen Alicante El Altet mit zehn Städten in Spanien und zwei in Portugal verbinden. Geplant sind Flüge nach Barcelona, Bilbao, Málaga, Oviedo, La Coruña, Santander, Santiago de Compostela, San Sebastian, Sevilla und Zaragoza sowie nach Lissabon und Porto. Bedienen sollen die Destinationen fünf Saab-Turbopropflieger. Erst will aber Promotor Federico Lledó vier Millionen Euro für das Projekt einsammeln. Der Unternehmer führt Maerco, ein Verkaufsagent für diverse Airlines in Spanien.

Air Alicante ist eine spanische Antwort auf Ryanair. Der irische Billigflieger strich auf dem neuen Flugplan 22 von 57 Destinationen ab Alicante - das sind 40 Prozent aller Flüge. So finden sich die Reisen nach Paris, Venedig, Marrakesch, Poznan oder auch Zaragoza künftig nicht mehr auf dem Programm. Alicante verliert dadurch nach ersten Berechnungen 2,5 Millionen oder einen Viertel aller Passagiere. Schuld sind die neuen Fluggastbrücken, die gemäß den Vorschriften der Behörden benutzt werden müssen. Ryanair will das nicht, weil sie die Umschlagzeit am Flughafen massiv verlängern. Die Iren drohen denn auch bereits mit dem Totalabzug aus Alicante (aeroTELEGRAPH berichtete).

Später auch ins fernere Ausland

Lledó sprach bereits mit diversen Interessenten, um das Kapital zusammenzubringen. Eine Studie habe ergeben, dass die Airline rentabel sein könne, sagt er. «Es sind zwar schwierige wirtschaftliche Zeiten, dennoch glauben wir, dass wir einen glaubhaften Plan für die Zukunft haben», erklärte er gegenüber der Zeitung Informacion weiter. Auf jeden Fall denkt er bereits darüber nach, später auch mit größeren Fliegern mit 120 bis 160 Plätzen zu fliegen - etwa nach Brüssel, Bukarest, Paris, Frankfurt, Mailand, Moskau, Rom, St. Petersburg, Warschau, Wien und Zürich.

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