A380 von Emirates: Weiterhin keine Landung in Indien.

Das absurde A380-Verbot

Indien hält eisern daran fest, dass der Superjumbo von Airbus nicht ins Land darf. Die Boeing B747-8 ist zugelassen. Das ärgert Emirates, Lufthansa und Singapore.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Für die Begrüßung wurde das ganze offizielle Zeremoniell aufgefahren. Als am 15. Juli 2010 um 16 Uhr Flug EK516 aus Dubai landete, wurde er gleich von mehreren Löschfahrzeugen erwartet. Sie bespritzen den Airbus A380 von Emirates bei der Ankunft auf dem Vorfeld mit den traditionellen Wasserfontänen für Erstflüge. Denn es war das erste Mal, dass ein Superjumbo am Flughafen Indira Gandhi in Delhi absetzte. Er war gekommen, um den neu eröffneten Terminal 3 einzuweihen. Es war bis auf weiteres auch das letzte Mal. Denn Indien verbietet ausländischen Fluggesellschaften generell die Verwendung des Großraumflugzeuges aus europäischer Produktion auf eigenem Territorium.

Neben Emirates würden auch Lufthansa und Singapore Airlines gerne mit dem A380 im Linienverkehr nach Indien fliegen. Doch trotz großer Nachfrage wird sich am Verbot so rasch nichts ändern. Wie Emirates-Chef Tim Clark dieser Tage dem Fachportal Air Transport World ausführte, halte Delhi weiter am Veto fest. Der indische Markt sei eigentlich sehr wichtig für seine Fluggesellschaft. Leider aber werde er in puncto Sitzplatzangebot und Destinationen von der Seite des Staates begrenzt. «Das ist lächerlich», so Clark. Derzeit fliegt Emirates zehn Ziele auf dem Subkontinent an. Eigentlich könnte man locker fünf oder sechs mehr bedienen, wenn das A380-Verbot fiele, so der Chef der Golfairline weiter.

Zu viele Sitzplätze

Offiziell argumentiert Indien mit der Größe des A380. Weil er mehr als 500 Passagiere fassen könne, sei das Flugzeug nicht zugelassen, erklärte ein Vertreter der Behörden einmal. Doch zugleich investierten diverse Flughäfen bereits in Erweiterungen, um den Superjumbo empfangen zu können. Auch staatliche. Zugleich darf die Boeing B747-8 - auch sie wird von der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation Icao als Code-F-FLieger eingestuft - ohne Probleme in Indien landen. Viel weniger Passagiere fasst sie nicht.

Für Experten ist deshalb klar, warum Indien bockt. Bei der Maßnahme geht es einzig darum, die staatliche Air India zu schützen. «Das verzerrt total den Markt», erklärte Professor Rishikesha Krishnan vom Indian Institute of Management in Bangalore kürzlich gegenüber Arabian Business. Der A380 biete vorteilhafte Kosten pro Sitzplatz. Da würde es die Nationalairline noch schwieriger, mitzuhalten. Bereits jetzt überlebt sie nur dank wiederholter staatlicher Geldspritzen.

Mehr zum Thema

Der Airbus A380 mit der Kennung 9M-MNE bei der Ankunft in Tarbes 2022: Seit 2024 als 2-JEYL registriert.

Was aus Airbus' zweitem A380 mit Guernsey-Kennzeichen wird

 Airbus A380 von Global Airlines: Droht jetzt das Ende?

Die Luft für Superjumbo-Airline Global Airlines wird dünner

Tragflächen-Produktion bei Airbus in Broughton: Für den A321 Neo liegen viele Bestellungen vor.

Airbus investiert in ehemalige A380-Flügelfertigung, um A321-Produktion hochzufahren

Der Airbus A380 von Global Airlines auf einem Foto aus dem Jahr 2025: War schon lange nicht mehr in der Luft.

Neuer Ärger für Global Airlines: Gläubigerin beantragt Liquidation

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier