Richard Branson: Seine Airline Virgin Atlantic verlor den Kampf um BMI.

Branson wettert gegen British Airways

Die britische Airline will die Lufthansa-Tochter BMI übernehmen. Das gefällt dem Chef von Virgin Atlantic überhaupt nicht.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

«Die Übernahme könnte die britische Luftfahrtindustrie für Jahre schädigen.» Richard Branson ist weiterhin empört über die Erlaubnis der europäischen Wettbewerbshüter für die Übernahme von BMI British Mildlands. Die EU-Kommission hatte im vergangenen Monat den Kauf der British-Airways-Eignerin International Airlines Group abgenickt. Doch der Multimilliardär und Konkurrent will das nicht einfach geschehen lassen. Die Übernahme war ihm schon länger ein Dorn im Auge und er drohte bereits mit gerichtlichen Schritten dagegen. Doch jetzt sagt er British Airways endgültig den Kampf an. «Ich werde gegen jeden Aspekt dieses Kaufs vorgehen», sagte Branson am Sonntag (15. April) in einem Artikel in der Zeitung Sunday Telegraph.

Der Kauf für rund 210 Millionen Euro gäbe British Airways die absolute Marktdominanz am Flughafen London Heathrow und das müsse dringend verhindert werden. Zwar hat die EU dem Kauf von British Midlands Konditionen auferlegt: Die Airline muss 14 tägliche Start- und Landerechte aufgeben, damit die Konkurrenzverhältnisse im Lot bleiben. Doch das sei absolut ungenügend, so der Virgin-Chef. Die Airline müsste sehr viel mehr Slots zurückgeben. Die Dominanz von British mit BMI führe dazu, dass die Preise nicht mehr sinken und nicht mehr in eine Verbesserung des Angebots investiert werde. «In einer solchen Situation leiden die Passagiere, die Branche und das Land» so Branson.

Von IAG überboten

Virgin Atlantic war im Jahr 2011 mit 5,3 Millionen beförderten Passagieren die achtgrößte Airline im Vereinigten Königreich. Sie hält nur 3 Prozent der Landeslots in Heathrow. Auch Virgin Atlantic hatte BMI übernehmen wollen, doch IAG hatte Branson im vergangenen Jahr überboten. Seitdem macht der Milliardär immer wieder Stimmung gegen den Kauf. Laut eigenen Angaben will IAG den Kauf bin zum 20. April abschließen. Anfang des Monats hatte Branson daher bereits mit einer Klage gedroht. Doch wirklich ernst nimmt man den Streit bei der Konkurrenz nicht: Die Vorwürfe, eine Übernahme sei schlecht für die Industrie und für die Passagiere sei schlicht «Nonsens», konterte IAG-Chef Willie Walsh schon im Dezember vergangenen Jahres in der britischen Zeitung The Telegraph.

Mehr zum Thema

Tap und Lufthansa: Kommt es zum Kauf der Anteile?

Lufthansa reicht verbindliches Angebot für Tap Air Portugal ein

Bombardier CRJ 900 der Ciytline: Saarbrücken wird die temporäre Heimat.

Hier parkt Lufthansa die Flugzeuge von Cityline

Lufthansa Aviation Center in Frankfurt: Hier werden überproportional Stellen wegfallen.

So soll der Riesen-Stellenabbau bei Lufthansa ablaufen

Sitz in der Business Class eines Airbus A320 von Lufthansa: Wer ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen.

Wer bei Lufthansa, Austrian, Swiss und Co. ganz vorne sitzen will, muss künftig extra zahlen

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies