Halva-Süßigkeit von Achva: Wieder an Bord von Brussels Airlines erhältlich.

IsraelBoykottdrohung lässt Brussels Airlines umdenken

Brussels Airlines kippte kurzzeitig ein Produkt aus dem Menü, das in den besetzten Gebieten hergestellt wird. Aus Israel wurde die Fluggesellschaft daraufhin des Antisemitismus und Rassismus beschuldigt.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Halva ist im ganzen Orient beliebt. Die Süßspeise besteht aus einem Mus aus Ölsamen und Zucker oder Honig, das mit Aromen verfeinert wird. Auch in Israel ist Halva beliebt. Und so ist die Speise auch in den vegetarischen Menüs zu finden, die der lokale Caterer von Brussels Airlines für die Flüge von Tel Aviv nach Brüssel zusammenstellt.

Ein Passagier wies Brussels Airlines kürzlich darauf hin, dass die Halva-Herstellerin Achva im Barkan Industrial Park produziert. Das Industriegelände liegt rund 25 Kilometer östlich von Tel Aviv in Westjordanland. Organisationen wie Human Rights Watch kritisieren, dass die dortigen Firmen internationales Recht verletzten, weil sie auf besetztem Gebiet produzieren. Westjordanland steht unter Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde, dennoch gibt es auf dem Gebiet Hunderte israelische Siedlungen und eben den Barkan Industrial Park. Aufgrund der Information ließ eine Mitarbeiterin der belgischen Airline das Produkt aus dem Angebot nehmen.

Tourismusminister wettert gegen Brussels Airlines

Das wiederum führte in Israel zu Aufruhr. In Sozialen Netzen wurde Brussels Airlines Antisemitismus oder auch Rassismus unterstellt. Schnell machten Boykottdrohungen die Runde. Und Tourismusminister Yariv Levin meinte, die Fluggesellschaft habe nichts mehr am Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv verloren.

Nach dem Proteststurm dachte Brussels Airlines erneut um. «Die Mitarbeiterin hat ihre Kompetenzen überschritten als sie das Produkt aus dem Angebot nahm», so die Sprecherin. Als Airline sei man strikt neutral. In einem Brief an die israelische Botschafterin in Belgien entschuldigte sich das Unternehmen zudem. «Es ist klar, dass Achva ein vertrauenswürdiger Lieferant bleibt - ungeachtet der Herkunft des Produktes. Darum werden wir die Produkte auf unseren Flügen weiterhin führen», zitiert die Zeitung Yedioth Ahronoth aus dem Schreiben.

Mehr zum Thema

Airbus A321 Neo LR von Arkia: Bald nicht mehr am Sabbat unterwegs?

Investor will Arkia kaufen - auch aus religiösen Gründen

ticker-israel

Israelische Luftwaffe übernimmt erste Boeing KC-46A Pegasus

Jet von Wizz Air: Tel Aviv kehrt in den Flugplan zurück.

Wizz Air kehrt nach Tel Aviv zurück - doch Pläne für eine eigene Basis liegen auf Eis

Boeing 777 von Emirates: Bald ab Tel Aviv in die Welt?

Emirates könnte bald Langstrecken ab Tel Aviv anbieten

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg