Einen Flug ins Nirgendwo erlebten am vergangenen Samstag (24. Oktober) auch die Fluggäste von Ryanair-Flug FR2954 von Alicante nach Newquay im Südwesten Englands. Die Boeing 737-800 mit dem Kennzeichen 9H-QDK hob mit rund einer Stunde Verspätung ab. Statt um 17:25 Uhr startete sie erst um 18:23 Uhr in Spanien, wie aus Daten der Flugverfolgungsplattform Airnav Radar hervorgeht. Geplant war, dass das Flugzeug rund zwei Stunden später in Cornwall landet.
Sturmtief wirbelt alles durcheinander
Doch am Wochenende trafen gleich zwei Sturmtiefs, Austen und Boelo, auf Cornwall und brachten turbulentes Herbstwetter. Das Gebiet wurde von schweren Sturmböen, kräftigen Regenfällen und dicker Bewölkung heimgesucht. Laut dem Portal PYOK erreichten die Böen im Südwesten Englands bis zu 114 Kilometer pro Stunde. Das hatte zur Folge, dass FR2954 nicht wie geplant in Newquay landen konnte. Die Boeing 737 flog auf rund 25.000 Fuß (rund 7600 Meter), kreiste zwei Mal und verzichtete dann ganz auf einen Landeversuch.
Das neun Jahre alte Flugzeug landete schließlich um 20:52 Uhr Ortszeit in Dublin. Aussteigen ließ Ryanair die Passagierinnen und Passagiere dort allerdings nicht. Laut PYOK gab es keine Möglichkeit, die Reisenden von Irland aus nach Hause zu bringen. So mussten die Menschen rund eine Stunde und 40 Minuten am Boden in Irland ausharren, bevor das Flugzeug als Flug FR2955 von Dublin nach Bristol startete. Von dort sollten die Reisenden in rund zweieinhalb Stunden mir Bussen nach Newquay gebracht werden.
Boeing 737 ist in Alicante stationiert
Doch auch in Bristol war das Wetter nicht geeignet, um die Boeing 737 sicher zu landen. Flug FR2955 drehte eine Runde über dem Ärmelkanal. Ryanair entschied dann, das Flugzeug nach Alicante zurückzuholen. Um 2:16 Uhr landete die 9H-QDK nach knapp acht Stunden wieder in Südspanien. Die Reisenden wurden in ein Hotel gebracht. Das Flugzeug ist in Alicante stationiert. Wäre es an einem anderen Flughafen gelandet, wäre der Ryanair-Flugplan für den Sonntag durcheinander geraten.
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