Der Jungfernflug von Viva Colombia: Mit Tiefstpreisen zu Marktanteilen.

Billigflieger mischt Kolumbien auf

Mit Viva Colombia startet eine neue Fluggesellschaft. Schützenhilfe bekommt sie indirekt vom großen Vorbild Ryanair.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die erste Reise führte von Medellín nach Cartagena. Mit dem Jungfernflug am 25. Mai ist Unternehmer Fred Jacobsen endlich am Ziel. 10 Millionen Dollar und mehrere Monate Vorbereitung steckte er in das Projekt der neuen Fluggesellschaft. Mit Viva Colombia will er den gefestigten kolumbianischen Markt kräftig aufmischen. Dabei setzt er voll auf das Lowcost-Konzept: Minimaler Service für die Passagiere, keine reservierten Plätze, Zusatzgebühren für alle Extras und eine Einheitsflotte von fünf Airbus A320 mit 180 Plätzen in einer reinen Economy-Konfiguration. «Die Billigflieger versuchen den Lufttransport zum Massenprodukt zu machen», erklärte Jacobsen der Wirtschaftszeitung Portafolio. Bislang legen viele Menschen in Kolumbien lange Strecken aus Kostengründen mit dem Bus zurück.

In einem ersten Schritt fliegt Viva Colombia ab Medellín nach Bucaramanga, Cartagena, Barranquilla, Bogotá, Cali und Santa Marta. Der Betrieb werde nun nach und nach hochgefahren, erklärte Jacobsen. In den kommenden Monaten sollen deshalb San Andrés, Montería, Pereira y Apartadó hinzukommen. Am Ende will die Fluggesellschaft 32 nationale Strecken bedienen. Tickets soll es für einen einfachen Flug ab 29'900 Peso (rund 13 Euro / 16 Franken) geben. Teilweise werde man sie via Facebook erstehen können, so Jacobsen. Im ersten Jahr will Viva Colombia einen Marktanteil von sechs Prozent, im zweiten einen von neun und im dritten einen von 13 Prozent erreichen.

Beziehungen zu Ryanair

Viva Colombia greift nicht nur die nationale Avianca an, sondern auch Chiles LAN, sowie Copa Airlines. Ihr Angebot konkurrenziert aber auch die Überlandbusse. Hinter Viva Colombia stehen vier Aktionärsgruppen. Eine davon ist die Familie Ryan, die Gründerin von Ryanair. «Sie lancierte den Investmentfonds Irelandia, der in Airlines auf der ganzen Welt investiert und der einer der Aktionäre von Viva Colombia ist», so Jacobsen gegenüber der Zeitung El Tiempo.

Mehr zum Thema

Kampfdrohneneinsatz im Dschungel Kein Entkommen für Drogenschieber

Wie die Armee der USA Drogenkartelle aus der Luft bekämpft

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier