Der Jungfernflug von Viva Colombia: Mit Tiefstpreisen zu Marktanteilen.

Billigflieger mischt Kolumbien auf

Mit Viva Colombia startet eine neue Fluggesellschaft. Schützenhilfe bekommt sie indirekt vom großen Vorbild Ryanair.

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Die erste Reise führte von Medellín nach Cartagena. Mit dem Jungfernflug am 25. Mai ist Unternehmer Fred Jacobsen endlich am Ziel. 10 Millionen Dollar und mehrere Monate Vorbereitung steckte er in das Projekt der neuen Fluggesellschaft. Mit Viva Colombia will er den gefestigten kolumbianischen Markt kräftig aufmischen. Dabei setzt er voll auf das Lowcost-Konzept: Minimaler Service für die Passagiere, keine reservierten Plätze, Zusatzgebühren für alle Extras und eine Einheitsflotte von fünf Airbus A320 mit 180 Plätzen in einer reinen Economy-Konfiguration. «Die Billigflieger versuchen den Lufttransport zum Massenprodukt zu machen», erklärte Jacobsen der Wirtschaftszeitung Portafolio. Bislang legen viele Menschen in Kolumbien lange Strecken aus Kostengründen mit dem Bus zurück.

In einem ersten Schritt fliegt Viva Colombia ab Medellín nach Bucaramanga, Cartagena, Barranquilla, Bogotá, Cali und Santa Marta. Der Betrieb werde nun nach und nach hochgefahren, erklärte Jacobsen. In den kommenden Monaten sollen deshalb San Andrés, Montería, Pereira y Apartadó hinzukommen. Am Ende will die Fluggesellschaft 32 nationale Strecken bedienen. Tickets soll es für einen einfachen Flug ab 29'900 Peso (rund 13 Euro / 16 Franken) geben. Teilweise werde man sie via Facebook erstehen können, so Jacobsen. Im ersten Jahr will Viva Colombia einen Marktanteil von sechs Prozent, im zweiten einen von neun und im dritten einen von 13 Prozent erreichen.

Beziehungen zu Ryanair

Viva Colombia greift nicht nur die nationale Avianca an, sondern auch Chiles LAN, sowie Copa Airlines. Ihr Angebot konkurrenziert aber auch die Überlandbusse. Hinter Viva Colombia stehen vier Aktionärsgruppen. Eine davon ist die Familie Ryan, die Gründerin von Ryanair. «Sie lancierte den Investmentfonds Irelandia, der in Airlines auf der ganzen Welt investiert und der einer der Aktionäre von Viva Colombia ist», so Jacobsen gegenüber der Zeitung El Tiempo.

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