McDonnell Douglas MD-83 von World Atlantic: Die Airline hat Schulden.

World Atlantic AirlinesBehörden beschlagnahmen in Miami zwei McDonnell Douglas MD-83

Am Flughafen Miami sind zwei Mc Donnell Douglas MD-83 der amerikanischen Charterfluggesellschaft beschlagnahmt worden. Grund sind Schulden von World Atlantic Airlines in Millionenhöhe.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Viele McDonnell Douglas MD-83 sind nicht mehr mit Passagieren unterwegs. In den USA jedoch gibt es eine Charterfluggesellschaft, die eine Einheitsflotte bestehend aus sieben Exemplaren des Kurzstreckenfliegers mit seitlich am Heck angebrachten Triebwerken besitzt. Doch die einzigen zwei aktiven Jets sind nun beschlagnahmt worden. Laut einem Gerichtsbeschluss des Judicial Circuit Court for Miami-Dade County durfte Blue Diamond die Flugzeuge von World Atlantic Airlines pfänden.

Die Airline schuldet der Investmentfirma 1,8 Millionen Dollar. Erst wenn die Schulden beglichen sind, können die zwei MD-83 wieder eingesetzt werden. Laut Klageschrift, die Blue Diamond bereits im April 2024 eingereicht hatte, schuldet World Atlantic – gemeinsam mit der Muttergesellschaft Caribbean Sun Airlines ihr das Geld für Charterflüge nach Kuba und in die Dominikanische Republik. Die Flüge sollen auf Basis einer mündlichen Vereinbarung erfolgt sein, die bereits ein Jahr zuvor getroffen worden war, schreibt die Zeitung South Florida Business Journal.

World Atlantic hat offenbar geleaste Flugzeuge nicht bezahlt

Für die Durchführung der Flüge hatte Blue Diamond der Fluggesellschaft zwei Flugzeuge bereitgestellt, die von Galistair stammten. Treibstoffkosten und andere betriebliche Ausgaben sollte World Atlantic Airlines übernehmen. Blue Diamond sollte Geld für die Nutzung der Jets von der maltesischen Fluggesellschaft erhalten.

Das geschah aber offenbar nicht. Und das ist nicht alles, was Blue Diamond World Atlantic vorwirft. Die Airline soll die Flugzeuge von Galistair für nicht vertraglich vereinbarte Drittanbieter eingesetzt haben – die maltesische Fluglinie erhielt nichts dafür. Nach rund einem Jahr hat Blue Diamond vom Gericht nun aber die Erlaubnis erhalten, die MD-83 von World Atlantic Airlines zu beschlagnahmen.

Polizei hält die McDonnell Douglas MD-83 fest

Inzwischen befinden sie sich in Verwahrung der Polizei von Miami Dade. Erst, wenn die Schulden bezahlt sind, kann die Airline sie wieder einsetzen. Die in Ketten gelegten McDonnell Douglas MD-83 sind um die 30 Jahre alt. Von World Atlantic gibt es bislang keine Stellungnahme zu dem Fall.

Die Fluglinie war nach ihrer Gründung 2002 zunächst unter dem Namen Caribbean Sun Airlines bekannt und ist seither auf Charterverbindungen von Südflorida in die Karibik, nach Zentral- und nach Südamerika spezialisiert. Im Jahr 2007 wurde der Betrieb vorübergehend eingestellt, dann aber unter neuem Namen und neuer Führung wieder aufgenommen.

Kein Flugzeug hebt gerade ab

Auf ihrer Webseite listet World Atlantic sieben Flugzeuge auf, alles MD-83. Andere Quellen sprechen von fünf Flugzeugen. Die meisten davon sind allerdings seit Längerem geparkt und nur zwei hoben noch ab - und die sind nun beschlagnahmt.

Mehr zum Thema

ticker swiftair

Swiftair wegen tödlichem Absturz von McDonnell Douglas MD-83 verurteilt

Die McDonnell Douglas MD-83 von Far Eastern Air Transport: WuUrde jetzt verkauft.

Im dritten Anlauf wurde der Staat die 34 Jahre alte McDonnell Douglas MD-83 los

Ein altes Video zeigt die LV-BGZ bei ihrem letzten Flug.

Argentinien versteigert drei McDonnell Douglas MD-80

Die OY-RUE: Danish Air Transport verabschiedet die MD-83 im Oktober.

Die letzte europäische MD-83 verabschiedet sich

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier