Lufthansa-Crews: Bald im Arbeitskampf?

Gescheiterte Verhandlungen Auch beim Kabinenpersonal von Lufthansa droht ein Streik

Die Gewerkschaft Ufo erklärt bislang geheime Verhandlungen mit der Lufthansa für gescheitert - und wirft der Airline vor, sie nicht ernst zu nehmen, da die Angebote so schlecht seien. Lufthansa widerspricht.

Top-Jobs

sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Nur kurz, bevor elf deutsche Flughäfen wegen eines Streiks des Sicherheitspersonal lahmgelegt werden, kommt die nächste Streikdrohung in der deutschen Luftfahrt. Dieses Mal könnte es die Lufthansa treffen, zeigt ein Schreiben der Kabinen-Gewerkschaft Ufo an ihre Mitglieder, das aeroTELEGRAPH vorliegt.

Seit dem 8. November verhandelt diese mit der Lufthansa über einen neuen Vergütungstarifvertrag. Eigentlich war abgemacht, über die Inhalte der Gespräche nicht zu kommunizieren. Doch die Gewerkschaft erklärt die Verhandlungen nun für abgebrochen. «Aktuell finden aber keine Verhandlungen statt, von daher halten wir es für richtig im Sinne der Transparenz, Euch kurz zu umreißen, wie Lufthansa in die Verhandlungen starten wollte», heißt es in dem Schreiben.

Forderungen so schlecht, dass sie einem Nein gleichkommen?

Die Forderungen der Ufo habe die Airline entweder nicht akzeptiert, oder so wenig geboten, dass das Angebot trotzdem einem Nein gleich kam, so der Vorwurf. So habe die Airline 50 Prozent Inflationsausgleich, 50 Euro mehr Urlaubsgeld und drei Prozent Gehaltserhöhung angeboten. «Wir finden, es sieht so aus, als würde die Lufthansa uns als Kabine nicht ernstnehmen», urteilt die Gewerkschaft.

Insgesamt 14 reine Verhandlungstage seien vergangen. Dabei habe die Lufthansa zuletzt auch wieder Rückschritte gemacht und Zugeständnisse wieder revidiert. Daher breche man die Verhandlungen ab. «Es gibt keine weiteren vereinbarten Termine», so die Ufo.

Nicht nur die eigenen Mitglieder sollen mobilisiert werden

Die Gewerkschaft möchte dazu nicht nur die eigenen Mitglieder mobilisieren.«Dafür wenden wir uns nun an unsere Mitgliedschaft aber genauso an die gesamte Belegschaft der Lufthansa-Kabine», heißt es. «Wir müssen zusammenstehen.» Und zum Abschluss droht sie mit einem Arbeitskampf, ohne das Wort «Streik» zu verwenden.

«Das schärfste Schwert einer Gewerkschaft ist so offensichtlich, dass wir es gar nicht separat aussprechen müssen», schreibt die Gewerkschaft. «Aber eins ist klar: Wir sind bereit, auch den Weg der Ultima Ratio zu gehen.»

Lufthansa widerspricht

Die Lufthansa wehrt sich in einer internen Veröffentlichung, die aeroTELEGRAPHG vorliegt, gegen die Vorwürfe. «Natürlich haben wir das von Ufo (...) kommunizierte Erstangebot seit Beginn der Verhandlungen substanziell weiterentwickelt», heißt es in einem Schreiben des Kabinenchefs Benedikt Schneider und der Personalchefin Astrid Neben.

«Für den Abbruch zum jetzigen Zeitpunkt fehlt uns daher jedes Verständnis.» Man fordere die Tarifpartner auf, die Verhandlungen schnell wieder aufzunehmen.

Mehr zum Thema

Am Samstag wird bei Discover fünf Stunden lang gestreikt

Am Samstag wird bei Discover fünf Stunden lang gestreikt

Discover: Starke Auswirkungen am Freitag.

Crews von Discover Airlines streiken am Freitag für 24 Stunden

Sicherheitskontrolle in Frankfurt: Am Donnerstag geschlossen?

Sicherheitspersonal streikt an elf Flughäfen in Deutschland

Boeing 787 von Austrian Airlines: Die Flotte wird wachsen.

Austrian Airlines muss auf dritten Dreamliner warten

Video

amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack
air canada bridgetown umkehr
Am Flughafen Bridgetown ging auf einmal gar nichts mehr. Flüge von Air Canada und Jetblue mussten auf dem Weg zum internationalen Flughafen von Barbados plötzlich umkehren. Grund war ein spontaner Streik.
Timo Nowack
Timo Nowack
Dassault Falcon 10X: Die Franzosen haben am 10. März das Rollout gefeiert.
Die Entwicklung verzögerte sich immer mehr. Nun hat Dassault endlich ihren neuesten Ultralangstrecken-Businessjet erstmals öffentlich präsentiert. Die Falcon 10X soll mit Geräumigkeit, Reichweite und Geschwindigkeit punkten.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies