Jet und Bordmagazin von Air New Zealand: Kein Markenschutz.

Streit um Marke Kia OraAir New Zealand verärgert Maori

Die neuseeländische Fluglinie wollte den Namen ihres Bordmagazins schützen. Kritik von Maori-Vertretern führte zu einem Kurswechsel bei Air New Zealand.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Das Bordmagazin von Lufthansa heißt Lufthansa-Magazin, das von Emirates heißt Open Skies und das von United Airlines heißt Hemispheres. Air New Zealand hat ihre Reiselektüre nach einer traditionellen Begrüßung der Maori benannt, dem indigenen Volk Neuseelands: Kia Ora. In Neuseeland ist das eine alltägliche Redewendung. Die Flugbegleiter von Air New Zealand begrüßen die Passagiere ebenfalls mit dem Gruß, der in etwa so viel bedeutet wie «Viel Glück».

Mitte Mai beantragte die Nationalairline, den Namen Kia Ora markenrechtlich schützen zu lassen. Allerdings wollte sie nicht den Begriff an sich sichern, sondern die Worte als Logo, also in der Typografie und Optik, wie sie auf dem Magazin verwendet werden. Das sorgte für heftige Kritik von Maori-Vertretern. Matthew Tukaki, Chef des Maori Councils sagte, dass die Anmeldung der Marke eine Beleidigung der Kultur seines Volkes sei.

Airline erklärt sich...

Die Sprache sei ein nationaler Schatz und man habe die Nase voll davon, dass Firmen sich daran bedienten, um daraus Profit zu schlagen. Sogar von rechtlichen Schritten und einen Boykottaufruf war die Rede. Air New Zealand erklärte, man sei stolz, die Sprache der Maori zu verbreiten.

Man wolle sich nicht den Begriff an sich sichern, sondern eben nur das Logo schützen lassen, so die Fluggesellschaft. Das sei ein ganz normaler Geschäftsvorgang. Es gebe auch bereits viele andere eingetragene Marken, die sich auf Kia Ora beziehen oder den Begriff verwenden würden. Doch all das half nichts.

... und macht Rückzieher

Nach einem Treffen mit Maori-Vertretern erklärte der scheidende Air-New-Zealand-Chef Christopher Luxon am Mittwoch (18. September), man werde auf den Markenschutz für den Namen des Bordmagazins verzichten. Zudem werde man die Regierung auffordern, die Regeln für den Markenschutz bei Wörtern aus der Maori-Sprache zu überprüfen. Vertreter des dem indigenen Volkes begrüßten den Schritt.

Mehr zum Thema

Chef von Air New Zealand tritt zurück

Chef von Air New Zealand tritt zurück

Boeing 787-10 in den Farben von Air New Zealand: Die Fluglinie setzt noch stärker auf den Dreamliner.

Air New Zealand wählt die Boeing 787-10

A321 Neo von Air New Zealand: Nicht so schnell, bitte!

Air New Zealand spart und will vier Neos später

ticker-air-new-zealand

Air New Zealand beendet Codeshare mit Qantas und setzt auf Virgin Australia

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack