Airbus A380 von Air France und Singapore Airlines: Gemeinsam auf der Ost-West-Achse?

Knacknuss für LufthansaAir France und Singapore Airlines flirten

Singapore Airlines und Air France wollen eng kooperieren. Doch es gibt noch eine große Hürde zu überwinden: Auch die Star Alliance muss Ja sagen zur Zusammenarbeit – und damit Air-France-Rivale Lufthansa.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Es sind heikle Gespräche. Zwischen Singapore Airlines und Air France finden derzeit Verhandlungen über eine enge Kooperation statt, meldet das renommierte Wirtschaftsportal La Tribune unter Bezugnahme auf diverse interne Quellen. Im Minimum wollen die beiden Fluggesellschaften ein Codeshare-Abkommen für ihre Flüge zwischen Singapur und Paris abschließen. Doch eigentlich möchten sie noch sehr viel weiter gehen.

Im Raum steht ein Gemeinschaftsunternehmen, wie es auch Lufthansa mit ihren Töchtern Austrian Airlines und Swiss mit Singapore Airlines gegründet hat. Dabei werden die Flüge zwischen Düsseldorf (ab kommendem Sommer), Frankfurt, München und Zürich und Singapur gemeinsam vertrieben. Die erzielten Erlöse werden unter den Partnern geteilt. Gleichzeitig wurden die Codesharing-Abkommen erweitert. Dasselbe schwebt nun Air France mit Singapore Airlines vor.

In Paris ist Lufthansa zu schwach

Eine solch enge Zusammenarbeit hat einen großen Vorteil. Die gegenseitige Konkurrenz wird ausgeschaltet und die Partner können sich so voll darauf konzentrieren, die Golfairlines abzuwehren. Emirates, Etihad und Qatar versuchen, immer mehr Verkehr zwischen Europa und Asien über den Persischen Golf umzuleiten. Das geht auf Kosten der asiatischen und europäischen Fluggesellschaften. Singapore Airlines ist offenbar zusätzlich sehr an der Kooperation interessiert, weil Paris für Asiaten eine Traumdestination ist, schreibt La Tribune. Hier kann Lufthansa weniger bieten.

Doch  Singapore Airlines hat ein Problem. Einem solchen Abkommen muss auch das Luftfahrtbündnis Star Alliance seinen Segen erteilen. Und es ist fraglich, ob Lufthansa als stärkstes Mitglied der Allianz dazu wirklich Ja sagt. Schließlich ist Air France mit Partnerin KLM ein Erzrivale. Im Prinzip ist es Mitgliedern von Star Alliance nur dann erlaubt, mit Airlines aus anderen Bündnissen zusammenzuarbeiten, wenn sie auf diese Weise Destinationen erschließen können, die außerhalb des Star-Alliance-Netzes liegen.

Austritt aus Star Alliance

Gemäß La Tribune ging der Traum von Air France deshalb ursprünglich noch viel weiter. Die Franzosen hofften gemäß dem Bericht, Singapore Airlines in ihr Bündnis Skyteam locken zu können. Doch die Asiaten lehnten ab und entschlossen sich für einen Verbleib bei Star Alliance.

Ein Entscheid über die Zusammenarbeit soll bis im Sommer fallen. Es wäre ein schönes Abschiedsgeschenk für Konzernchef Alexandre de Juniac. Er will spätestens am 1. August zu seinem neuen Arbeitgeber Iata wechseln.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Lufthansa Technik versorgt Uzbekistan Airways bis 2035 mit Ersatzteilen

Flugzeuge von Emirates und Lufthansa: Nur eine von beiden Airlines hat Grund zur Freude.

Lufthansa kritisiert zusätzliche Verkehrsrechte für Emirate: «Bundesregierung schießt zu viele Eigentore»

Airbus A330 von Discover Airlines: Das Flugzeug ist der erste Airbus, der mit Aeroshark nachgerüstet wird.

Dieser Airbus wird gesharkt: In Dresden bekommt erstmals ein Airbus A330 die sparsame Haifischhaut

Boeing 737 Max 8 am Flughafen Neapel: Während der Schließung weicht die Airline nach Salerno aus.

Ein Monat ohne Flüge: So reagieren die Airlines auf die Sperrung von Neapel

Video

Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A320 Neo wird bei Tarmac Aerosave zerlegt: Das Unternehmen erweitert seine Zerlegungskapazitäten.
Eigentlich könnten sie noch Jahrzehnte fliegen. Trotzdem werden derzeit auffällig viele junge Airbus A220, A320 Neo und Boeing 737 Max zerlegt. Warum?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Ilyushin Il-96: Das Flugzeug ist am 16. September in Köln gelandet.
Eine Ilyushin Il-96 der russischen Spezialflugstaffel ist heute in Köln/Bonn gelandet. Vermutet wird, dass die Maschine Mitarbeitende des russischen Konsulats in Bonn abholt. Die Landung im Video.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies