Boeing B747 von Aerosur: Seit Wochen keine Auslandsflüge mehr.

Aerosur ohne Flüge

Die bolivianische Fluglinie bot in den letzten Wochen kaum mehr Flüge an. Nun legte sie auch den Restbetrieb auf Eis.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Nur noch wenige Stunden gab sich die Fluggesellschaft Mitte April. Und noch immer lebt sie. Allerdings ist es mehr ein Dahinsiechen - das Ende von Aersour scheint tatsächlich nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Am Freitag beschloss das Management des privaten Unternehmens, bis heute Sonntag den Betrieb einzustellen. In der Woche zuvor war Aersour gerade noch mit einem Flugzeug auf einer einzigen Strecke geflogen - zwischen der Basis in Santa Cruz de la Sierra und La Paz. Einige Mitarbeitende sind inzwischen in einen Streik getreten und fordern die Zahlungen ihrer Löhne sowie die Einhaltung der Arbeitsverträge, wie die Zeitung La Prensa berichtet.

In den letzten Monaten reduzierte Aersour ihr Angebot bereits laufend. Am 3. Dezember 2011 bot die Fluggesellschaft gemäß Daten der Aufsichtsbehörde Dirección General de Aeronáutica Civil noch 181 Inlandflüge pro Woche an und 69 Flüge ins Ausland. Mitte März flog sie nur noch 142 Flüge in Bolivien selbst und 52 ins Ausland. Ab dem 3. Mai reduzierte sich das Angebot nochmals auf gerade noch 21 Inlandflüge pro Woche. Nun steht die verbliebene Flotte zumindest vorübergehend ganz still. Selbst im Unternehmen selbst glaubt man nicht mehr unbedingt an eine Wiederaufnahme der Tätigkeit. Arbeitnehmervertreter Jorge Toro sagte der Zeitung La Razon: «Die Wahrheit ist, ich glaube nicht, dass wir am Sonntag fliegen werden. Es gibt kein Geld mehr».

Neuer Besitzer - theoretisch

Die Besitzer und das Management von Aerosur hatten zuletzt versucht, ihre Fluggesellschaft an den amerikanischen Minenunternehmer William Petty zu verkaufen. Doch der war nur bereit, das Fluggeschäft zu übernehmen, nicht aber die Schulden. Die bolivianischen Behörden erklärten daraufhin bereits, dass man Aerosur die Lizenz entziehen werde, falls die Schulden nicht beglichen würden.

Die Krise bei Aerosur begann mit einem Streit mit dem Staat. Die Steuerbehörden werfen der Fluggesellschaft vor, alleine zwischen 2004 und 2007 Steuern über 1,3 Milliarden Boliviano (rund 147 Millionen Euro/177 Millionen Franken) nicht beglichen zu haben. Und er verlangt die Nachzahlung der Forderung für das Jahr 2004 von rund 109 Millionen Boliviano. Er begann dann 100 Prozent der Einnahmen einzuziehen, was Aersour quasi handlungsunfähig machte.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Bald in Uruguay?

Airbus A220 von Air Baltic werden für Uruguays neue Airline fliegen

Einsteigen in Istanbul: Offenbar durften viele Russinnen und Russen nicht mit.

Russland warnt Bürger vor Flügen mit Turkish Airlines

Airbus A350 von Iberojet: Bald ab Caracas im Einsatz.

Venezolanische Airline kommt mit Airbus A350 nach Europa

Flughafen México City: er soll streichen.

Mexikos Regierung zwingt größten Flughafen, weniger Flüge anzunehmen

Video

Lockheed L-1011  03
In Kenias Hauptstadt Nairobi steht eine 45-jährige Lockheed L-1011 Tristar, die wieder abheben und Fracht transportieren soll. aeroTELEGRAPH sprach mit einem, der an dem Projekt beteiligt ist - und auch eine 57-jährige Douglas DC-8 wieder in die Luft bringen will.
Timo Nowack
Timo Nowack
Comac C919 von China Southern Airlines: Außen fix und innen?
Bislang setzt Shenzhen Airlines ausschließlich auf Airbus und Boeing. Nun möchte die mehr als 200 Flugzeuge starke Air-China-Tochter auch die Comac C919 einsetzen. Interesse gibt es auch von Loong Air. Das Problem: Lieferketten und Produktionsgeschwindigkeit bremsen den chinesischen Hersteller.
Timo Nowack
Timo Nowack
So weist Lufthansa auf die Spielregeln hin: Neues Highspeed-Internet an Bord.
Erstmals hat ein Flugzeug von Lufthansa Passagiere regulär ans Ziel gebracht, in dem das neue Highspeed-Internet installiert ist. Wir waren an Bord und haben das neue Angebot getestet.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin