Die Airlander 10 in der Luft.

Umweltfreundliche Konkurrenz zu anderen VerkehrsmittelnAirlander soll bis zu 100 Passagiere luxuriös befördern

Das Luftschiff soll zu einem Transportmittel zwischen Städten werden. Die Airlander 10 will dabei nicht nur mit rund 90 Prozent weniger CO2-Emissionen punkten, sondern auch mit mehr Komfort.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ein wenig seltsam mutet das Ding schon an. Manche haben es aufgrund seiner charakteristischen Heckansicht bereits despektierlich als «fliegendes Gesäß» bezeichnet. Doch die Airlander ist ein heliumgefülltes Hybridluftschiff, das dereinst als Frachter mit einer Kapazität von rund zehn Tonnen, für touristische Rundflüge, aber auch für Linienflüge dienen soll.

Das Gefährt baut auf einer Konstruktion auf, die ursprünglich für das Militär der USA gedacht war. Im Jahr 2016 startete die zivile Version in Vereinigten Königreich zu ihrem Erstflug. Sie wird vom Unternehmen Hybrid Air Vehicles gefertigt. Nach einem Unfall bei einer Landung im Jahr 2017 ist die 92 Meter lange Airlander 10 inzwischen wieder in der Luft.

Alternative zu Flugzeug, Auto und Bahn

Jetzt hat Hybrid Air Vehicle konkrete Ideen und Konzepte veröffentlicht, welches die Airlander 10 als interessante Alternative zu Flugzeug, Auto, Bahn und Fähre auf kürzeren Strecken zeigen. Das Luftschiff soll die Strecke Barcelona - Palma in 4:32 Stunden bewältigten – im Gegensatz zur Fähre mit 9:50 Stunden und zum Flugzeug mit 4:07 Stunden. Dabei wurde mit Reisen von Stadt- zu Stadtzentrum inklusive Dinge wie Sicherheitskontrolle, Boarding und Wartezeiten gerechnet.

Neben der reinen Reisezeit spricht aber ein weiterer Punkt für die Airlander: Mit dem hybrid-elektrisch betriebenen Luftschiff wird pro Passagier laut Berechnung von Hybrid Air Vehicles 4,54 Kilogramm CO2 produziert – im Vergleich zu 4,80 Kilogramm bei der Fähre und weit abgeschlagenen 52,80 Kilogramm beim Flugzeug. Bei einem Vergleich mit dem Auto (logischerweise auf einer anderen Strecke) hat das Luftschiff ebenfalls deutlich besser abgeschnitten.

Ab 2030 rein elektrisch in der Luft

Die Airlander soll künftig bis zu 100 Passagiere befördern können. Aktuelle Computerbilder zeigen eine Kabinenversion für 90 beziehungsweise 72 Fluggäste. Sie versprechen ein recht komfortabel-elegantes Reiseerlebnis mit fantastischem Rundblick. Ab 2025 soll das Luftschiff erstmals im Passagierverkehr eingesetzt werden. Für 2030 ist eine rein elektrisch angetriebene Version geplant.

Die Airlander in der Passagierversion schielt auf den großen Kuchen des Marktes für Urbane Luftmobilität. Schon in rund 20 Jahren werden laut einer Studie von Roland Berger auf Strecken von 50 bis 250 Kilometer zwischen Städten rund 40 Prozent der Transport über die Luft stattfinden, unter anderem von Luftschiffen. Im Jahr 2050 rechnet das Beratungsunternehmen in diesem Segment mit Umsatzzahlen von rund 36 Milliarden Dollar.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen der Kabinenkonzepte für die Airlander 10.

Mehr zum Thema

Ausblick zu allen Seiten: So soll die Luxuskabine der Airlander 10 aussehen.

So reist es sich in der Airlander

Airlander: Das Fluggerät kann lange fliegen und viel tragen.

Airlander erstmals wieder in der Luft

Rekordflugzeug Airlander legt Bruchlandung hin

Rekordflugzeug Airlander legt Bruchlandung hin

Airlander 50: Soll große Fracht transportieren.

Airlander-Luftschiff soll bis 2033 noch größer werden

Video

Testflug für die Autoland-Zertifizierung für den Pilatus PC-12: Die Testcrew musste nicht eingreifen.
Knopf drücken, und der Rest passiert von selbst. Pilatus zeigt erstmals, wie Autoland den PC-12 Pro sicher auf die Piste bringt. Easa und FAA haben das System nun für das Flugzeug zugelassen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a330 200 iran air
Ausnahmen sind offenbar nicht geplant: Der US-Finanzminister kündigt an, ab Mittwoch alle Unternehmen zu sanktionieren, die mit jedweder iranischen Fluggesellschaft zusammenarbeiten. So wollen die Vereinigten Staaten die Airlines international lahmlegen.
Timo Nowack
Timo Nowack
midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack