Verladung eines Airbus-Helikopters in einen Beluga ST: Zu wenig externe Kunden.

Airbus Beluga TransportAirbus schließt seine Beluga-Airline

Der Flugzeugbauer startete mit seinen Beluga ST im November 2023 eine eigene Fluglinie für übergroße Fracht. Doch nun ist Airbus Beluga Transport schon am Ende.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Aufgrund der westlichen Sanktionen gegen Russland schieden russische Frachtfluggesellschafen 2022 aus dem europäischen Markt aus. Damit fiel besonders auch Kapazität für übergroße Fracht in den riesigen Anontov-An-124-Frachtern weg.

Diese Marktlücke wollte Airbus nutzen. 2022 gründet der Flugzeugbauer eine kommerzielle Frachtairline für sehr große Güter: Airbus Beluga Transport, kurz AIBT. Die Cargofluglinie setzte auf Belugas der älteren Generation, Airbus A300-600 ST, die einst im Werksverkehr tätig waren und dort durch die neueren Beluga XL (A330-743 L) ersetzt wurden.

Militär als Kunde im Visier

AIBT erhielt im November 2023 ihr Luftverkehrsbetreiberzeugnis (Air Operator Certificate, kurz AOC) in Frankreich. Anfang 2024 folgte auch grünes Licht in den USA.

Airbus hatte besonders auf Kunden aus der Raumfahrt (etwa für Satelliten) und beim Militär (etwa für Hubschrauber) im Visier. So sei etwa eines der Systeme, mit denen die Fracht hoch in den Beluga gehoben wird, sehr interessant für das Militär, da bereits vor der Landung «die Vorbereitung der Fracht in einer sicheren Umgebung möglich ist», sagte schon 2022 Andreas Öffner, Verkaufsdirektor bei Airbus Defence and Space. Zudem seien keine Kräne nötig, um Fracht in den Flieger zu hieven, was ebenfalls gefragt sei beim Militär.

AIBT-Betrieb eingestellt

Doch die Pläne sind nicht so aufgegangen, wie von Airbus erhofft. Wie zuerst die französische Zeitung Les Echos berichtete und Airbus dann auch gegenüber dem Magazin Flight Global bestätigte, wird Airbus Beluga Transport den Betrieb einstellen.

«Alle Flüge der Flotte sind ab sofort ausgesetzt», teilte Airbus Flight Global mit. «Das Schließungsprojekt hat gerade erst begonnen und es ist zu früh, einen Abschlusstermin vorherzusagen.» Einen Grund für das Ende der Beluga-Airline nannte Airbus nicht. Les Echos schreibt allerdings, der Konzern habe nicht genug externe Kunden gewinnen können.

Mehr zum Thema

Airbus Beluga ST: Kapazitäten für militärische und zivile Fracht.

Airbus' Frachtwale dürfen in den USA starten

Airbus wirbt dafür, dass der Beluga ohne Kran beladen werden kann. Bei dieser Testbeladung kam dennoch einer zum Einsatz.

Airbus will mit Beluga-Airline beim Militär punkten

Beladung eines Beluga mit dem Ladesystem: Im Oktober startet die neue Airline.

Neue Frachtairline von Airbus startet im Oktober

Airbus A350-1000 bei der Farnborough Airshow: Bisher noch die längste Version des A350.

Airbus prüft zweite A350-Produktionslinie – und will bald über A350-2000 entscheiden

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg