A380 über Santiago de Chile: Airbus plant Änderungen.

Boeing 777X: Airbus unter Druck

Airbus sieht Boeings neuen Langstreckenflieger 777X als Konkurrenz für den A380 an. Der Konzern will darauf reagieren und den A380 verbessern.

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Fabrice Brégier fährt die Krallen aus. Die Unterstützung, die der amerikanische Konkurrent Boeing vom Staat für sein 777X-Programm bekomme, sei «absolut inakzeptabel». Dies erklärte der Airbus-Chef anlässlich der Luftfahrtmesse ILA in Berlin. Von Boeing hieß es, das sei nicht wahr, Airbus hingegen erhalte unfaire Hilfen von der EU. Darauf antwortete Brégier: «Das ist Bullshit.»

Dennoch, bei Airbus ist man sich bewusst, dass Boeings Neuversion der Boeing 777, ein ernsthafter Konkurrent für den A380 sein kann. «Ab 2020 ist sie durchaus eine Herausforderung», so der Airbus-Chef. «Und wenn sich die Herausforderungen entwickeln, müssen wir das auch.» Daher werde man am A380 arbeiten, um ihn zu einem angemessenen Konkurrenten für Boeings Mini-Jumbo zu machen.

Emirates dürfte sich freuen

Genaue Hinweise auf mögliche Änderungen machte Bregier nicht. Aber: Seine Worte dürften vor allem einen anderen Manager freuen: Emirates-Chef Tim Clark. Dieser forderte nämlich erst kürzlich von Airbus genau das: Einen A380 Neo mit neuen Triebwerken, die den Riesenflieger effizienter machen. «Die bisherigen Triebwerke brachten uns nicht die gewünschte Effizienz», bemängelte er im Nebensatz.

Bei den Triebwerken hört es mit den möglichen Änderungen bei einem A380 Neo nicht auf. Auch mit Materialanpassungen erhofft man sich Einsparungen beim Treibstoffverbrauch. Möglich sei auch eine Gewichtsreduktion durch leichtere Sitze und Bildschirme des Unterhaltungsprogramms. Und nicht zuletzt: Man könnte noch mehr Passagiere in den Flieger bekommen.

Elfer-Konfiguration

Das hat Airbus ohnehin schon geplant. Man plant den A380 auch in einer Elfer-Konfiguration anzubieten. Um die zusätzlichen Sessel in den Superjumbo zu kriegen, hebt der Hersteller den Boden an den breitesten Stellen um rund 5 Zentimeter an. Zusätzlich passt Airbus offenbar das Design der Armlehnen an. Dadurch wird 3-5-3 möglich, ohne die Sitzbreite zu verringern. Sie soll bei 18 Zoll oder 46 Zentimetern bleiben.

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