Airbus A380: Er ist imposant, seine Verkaufszahlen sind es weniger.

Idee von AirbusA380 als Pilger-Bus

Airbus tut alles, um die Verkäufe des A380 anzukurbeln. Nun preist der Flugzeugbauer den Flieger als günstige Art, Pilger nach Mekka zu transportieren.

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Es ist die Variante ohne jeglichen Schnickschnack. 2009 orderte Air Austral zwei Airbus A380 in einer Einklassenkonfiguration mit 840 Sitzplätzen. Niemand sonst kam bis heute auf die Idee, so viele Menschen in einen Superjumbo zu pferchen. Doch die Fluggesellschaft von der französischen Überseeinsel La Réunion tat es mit einem klaren Ziel vor Augen. Dank dem XXL-Flieger sollte sie Touristen für wenig Geld zwischen ihrer Basis und Paris hin- und herfliegen können.

Inzwischen hängt die Order zwar in der Schwebe. Doch die Idee eines Einklassen-A380 ist noch nicht ganz vergessen. Denn Airbus wärmt sie jetzt wieder auf, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet - für eine ganz bestimmte Verwendungsart. Der europäische Flugzeugbauer preist den Superjumbo als ideales Flugzeug für Pilgerflüge nach Mekka an. Während des jährlichen Haddsch reisen Millionen von Muslimen aus der ganzen Welt in den Ort in Saudi Arabien. Sie landen am Flughafen von Dschidda.

Neben dem Haddsch auch die Umra

Bislang mieten Fluggesellschaften in muslimischen Ländern dafür Hunderte von Flugzeugen an - oftmals auch ziemlich alte Modelle. Letztes Jahr gab es beispielsweise deshalb Probleme, weil Saudi Arabien eine Boeing 747 aus Bangladesch nicht ins Land lassen wollte, weil sie zu alt war.

Neu soll auch der A380 dafür verwendet werden. Man sehe ein gutes Potenzial beim Haddsch-Verkehr, so Airbus. Denn der Riesenvogel erlaubt es, viele Leute schnell über große Distanzen zu tiefen Kosten zu transportieren. Zudem wächst der Pilgertourismus allgemein. Denn Muslime können nicht nur zum Haddsch nach Mekka reisen, sondern für die kleine Pilgerfahrt Umra das ganze Jahr über. Und das wird zunehmend gemacht. «Die Zahl der Umra-Pilger nimmt zu. Dadurch wird die Saison neun Monate lang», so Airbus-Nahost-Chef Fouad Attar zu Bloomberg.

Das größte muslimische Land der Welt

Als Kandidat für einen Pilger-A380 gilt Garuda Indonesia. Mit 205 Millionen Einwohnern ist Indonesien das größte muslimische Land der Welt. Doch die Fluglinie will gemäß Bloomberg den großen Flieger nur kaufen, wenn die Regierung mithilft.

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