Der Traum eines jeden Luftfahrtfans: Schlafen in einem Hotel, das in einem Airbus A380 untergebracht ist.

ToulouseAirbus A380 soll zum Hotel mit Luxussuiten werden

Ein Airbus-Ingenieur hat eine Idee. Er plant in Toulouse ein Hotel mit 31 Zimmern und zwei exklusiven Suiten in einem Airbus A380. Die Pläne sind bereits recht konkret.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Das offizielle Ende wurde Ende letzten Jahres besiegelt. Am 16. Dezember lieferte Airbus den letzten A380 aus. Das Flugzeug mit dem Kennzeichen A6-EVS ging an Emirates. Anders als die Golfairline, die weiterhin auf den Superjumbo setzt, haben andere Fluggesellschaft ihn für immer stillgelegt, etwa Air France und Lufthansa.

Das findet Frédéric Deleuze schade. Er arbeitet seit 15 Jahren als Luftfahrtingenieur bei Airbus. Und als er gehört hat, dass erste A380 verschrottet werden, hatte er eine Idee. Man müsse doch die Riesenflieger auch neuen Verwendungszwecken zuführen können, so der 38-Jährige. Upcycling heißt das Stichwort dazu, das eine Form der Wiederverwertung von Stoffen umschreibt, bei der scheinbar nutzlose Abfallprodukte in neuwertige Produkte verwandelt werden.

Suche nach Flugzeug, Gelände und Investoren

Über viele Monate reifte bei Deleuze die Idee, einen Airbus A380 zu einem Hotel zu machen. Das Projekt wurde in dieser Zeit immer konkreter. Aktuell suchen er und seine Mitstreiter ein passendes Gelände in Toulouse von 7000 bis 8000 Quadratmeter Größe, wie sie der Zeitung La Dépêche du Midi sagten. Zugleich halten sie nach einem passenden Flugzeug Ausschau und suchen Investoren. Mit der Hotelgruppe Groupe Duval haben sie einen bereits an Bord.

Das Hotel soll nördlich des Flughafens Toulouse-Blagnac und in Nähe des neuen Kongress-und Ausstellungszentrums MEETT sowie des Luftfahrtmuseums Aeroscopia entstehen. Also mitten im Luftfahrtcluster der südfranzösischen Stadt. Geplant ist ein Ort für «Neugierige und Fans», für «Touristen und Geschäftsleute, die bei ihrem Aufenthalt in der Region Toulouse Originalität und Komfort suchen, wie es auf der Projektwebseite heißt. In den kommenden Wochen will das Projektteam über die definitive Umsetzung entscheiden.

Eine Suite ganz vorne im Airbus A380, eine ganz hinten

Deleuze plant für das Hotel mit dem Projektnamen Envergure (Spannweite) 31 Zimmer. Vorgesehen sind Standardzimmer für zwei Personen mit einer Größe von 16 Quadratmetern, Familienzimmer für drei bis vier Personen und 23 Quadratmetern Größe und auch zwei Suiten. Daneben ist ein Restaurant mit einem Saal mit 60 Plätzen neben dem Airbus A380 vorgesehen, zudem können Gäste den Riesenflieger auch von der Terrasse bestaunen.

Die eine Suite – beide messen sie 35 Quadratmeter – soll im und um das Cockpit des Airbus A380 untergebracht sein. Die andere würde ganz hinten im Vierstrahler auf zwei Etagen zu liegen kommen. Die beiden Räume der Duplex-Suite werden verbunden mit der Originaltreppe.

In der oben stehenden Bildergalerie sehen Sie Aufnahmen des Projektes des A380-Hotels in Toulouse.

Mehr zum Thema

Airbus A380 MSN001: Er fliegt noch.

Warum es noch immer Testflüge mit dem Airbus A380 gibt

Airbus A380: Fast hätte er einen anderen Namen bekommen.

Warum der Airbus A380 nicht A370 oder A500 heißt

Der letzte Airbus A380 hat Hamburg Finkenwerder verlassen

Der letzte Airbus A380 hat Hamburg Finkenwerder verlassen

ticker-airbus-a380

F-WWOW: Erster Airbus A380 absolviert weiteren Testflug

Video

Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca