Airbus-Chef Fabrice Brégier zeigt Premier Jean-Marc Ayrault die Fenster: Bislang noch klassich.

Airbus prüft dimmbare Fenster

Im A350 will der Flugzeugbauer wie Boeing Fenster einbauen, die auf Knopfdruck dunkel werden. Allerdings sollen sie besser werden als beim Dreamliner.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Noch sind für den neuen Langstreckenflieger von Airbus ganz normale Sonnenblenden geplant. Die Passagiere ziehen sie nach unten, wenn sie das Licht stört. Die Technik ist heute Standard. Doch es geht auch anders. In Boeings Dreamliner probierte man eine neue Methode aus. Der Flieger hat elektronisch dimmbare Fenster. Die Flugbegleiter können sie zentral verdunkeln und wieder erhellen - etwa wenn die Nacht hereinbricht oder die Landung bevorsteht. Und die Passagiere können sie individuell steuern. Möglich macht das eine neue Technologie. In den Fenstern ist eine dünne Gel-Schicht eingebaut. Wird sie erwärmt, verdunkelt sich das Fenster. Ausgelöst wird der Prozess per elektronisches Signal vom Sitzplatz oder der Bordküche aus. Selbst bei voller Verdunkelung verspricht Boeing noch einen Blick auf die Welt unterhalb.

Gute Idee, findet man offenbar bei Airbus. Wie das Fachmagazin Flightglobal berichtet, prüft der europäische Flugzeugbauer, die elektronisch dimmbare Version ebenfalls einzuführen. Allerdings will er sie erst dann, wenn die Technologie ausgereift genug ist. Das ist jetzt noch nicht der Fall.

Mit B787 nicht alle zufrieden

Mit den Fenstern in Boeings B787 zeigten sich nicht alle Kunden zufrieden. Im Gegensatz zur alten Technik mit Jalousien lassen sich die Fenster nicht komplett verdunkeln. Nach Beschwerden von Passagieren hatte unter anderen Erstkunde All Nippon Airways Boeing gebeten, das Problem anzugehen. Nun bietet man den Passagieren zum Teil Sonnenblenden an, die aufs Fenster geklebt werden.

Airbus arbeitet bei der Entwicklung der Fenster-Technologie mit der amerikanischen Gentex zusammen – dem Unternehmen, welches auch die Boeing-Fenster herstellte. Mit Testkunden habe man die Dimmleistung intensiv getestet. «Sie haben uns erzählt, dass es nicht ganz dunkel wurde», so Airbus-Managerin Zuzana Hrnkova gegenüber Flightglobal. «Selbst wenn es zu 99 Prozent dunkel wurde, dann bleibt noch eine ganze Menge Licht in der Kabine. Das ist für unsere Kunden ein No Go», so Hrnkova. Gerade für die Erholung auf Langstreckenflügen sei es unerlässlich, dass die Passagiere die Fenster komplett verdunkeln könnten. Erst wenn die Technik es ermögliche, die Fenster zu hundert Prozent zu verdunkeln, werde man die Fenster einbauen.

Mehr zum Thema

ticker-airbus-beluga

Airbus sammelt im Oktober Bestellungen für mehr als 200 Flugzeuge ein

ticker-airbus-konzern-

Frankreich lässt neue Airbus-Drohne für Marineeinsatz zu

ticker-airbus-konzern-

USA sehen Airbus-Kredit als Gefahr für Handelsfrieden

ticker-airbus-konzern-

Airbus steigert Umsatz und Gewinn in den ersten neun Monaten

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies