Airbus-Chef Fabrice Brégier zeigt Premier Jean-Marc Ayrault die Fenster: Bislang noch klassich.

Airbus prüft dimmbare Fenster

Im A350 will der Flugzeugbauer wie Boeing Fenster einbauen, die auf Knopfdruck dunkel werden. Allerdings sollen sie besser werden als beim Dreamliner.

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Noch sind für den neuen Langstreckenflieger von Airbus ganz normale Sonnenblenden geplant. Die Passagiere ziehen sie nach unten, wenn sie das Licht stört. Die Technik ist heute Standard. Doch es geht auch anders. In Boeings Dreamliner probierte man eine neue Methode aus. Der Flieger hat elektronisch dimmbare Fenster. Die Flugbegleiter können sie zentral verdunkeln und wieder erhellen - etwa wenn die Nacht hereinbricht oder die Landung bevorsteht. Und die Passagiere können sie individuell steuern. Möglich macht das eine neue Technologie. In den Fenstern ist eine dünne Gel-Schicht eingebaut. Wird sie erwärmt, verdunkelt sich das Fenster. Ausgelöst wird der Prozess per elektronisches Signal vom Sitzplatz oder der Bordküche aus. Selbst bei voller Verdunkelung verspricht Boeing noch einen Blick auf die Welt unterhalb.

Gute Idee, findet man offenbar bei Airbus. Wie das Fachmagazin Flightglobal berichtet, prüft der europäische Flugzeugbauer, die elektronisch dimmbare Version ebenfalls einzuführen. Allerdings will er sie erst dann, wenn die Technologie ausgereift genug ist. Das ist jetzt noch nicht der Fall.

Mit B787 nicht alle zufrieden

Mit den Fenstern in Boeings B787 zeigten sich nicht alle Kunden zufrieden. Im Gegensatz zur alten Technik mit Jalousien lassen sich die Fenster nicht komplett verdunkeln. Nach Beschwerden von Passagieren hatte unter anderen Erstkunde All Nippon Airways Boeing gebeten, das Problem anzugehen. Nun bietet man den Passagieren zum Teil Sonnenblenden an, die aufs Fenster geklebt werden.

Airbus arbeitet bei der Entwicklung der Fenster-Technologie mit der amerikanischen Gentex zusammen – dem Unternehmen, welches auch die Boeing-Fenster herstellte. Mit Testkunden habe man die Dimmleistung intensiv getestet. «Sie haben uns erzählt, dass es nicht ganz dunkel wurde», so Airbus-Managerin Zuzana Hrnkova gegenüber Flightglobal. «Selbst wenn es zu 99 Prozent dunkel wurde, dann bleibt noch eine ganze Menge Licht in der Kabine. Das ist für unsere Kunden ein No Go», so Hrnkova. Gerade für die Erholung auf Langstreckenflügen sei es unerlässlich, dass die Passagiere die Fenster komplett verdunkeln könnten. Erst wenn die Technik es ermögliche, die Fenster zu hundert Prozent zu verdunkeln, werde man die Fenster einbauen.

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