Piloten gucken nur zuAirbus A350 hebt ganz von alleine ab

Airbus ließ einen Flieger erstmals ganz selbstständig starten. Weder griffen die Piloten ein, noch waren Satellitendaten oder Hilfen des Flughafens nötig.

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Airbus spricht von einem Meilenstein: Dem Flugzeugbauer ist es gelungen, ein Flugzeug automatisch starten zu lassen. Dabei wurden weder Satellitendaten oder bodenbasierte Systeme des Flughafens genutzt, sondern nur Technologie, die im Flieger verbaut ist. Die Tests fanden Mitte Dezember am Flughafen Toulouse-Blagnac statt, Airbus machte sie aber erst jetzt öffentlich.

Insgesamt hob der Test-A350 mit zwei Piloten und drei Ingenieuren an Bord acht Mal innerhalb von viereinhalb Stunden ab. Man habe ihn auf der Startbahn ausgerichtet und den Autopiloten eingeschaltet, während man auf die Freigabe durch die Flugsicherung gewartet habe, erklärt Testpilot-Kapitän Yann Beaufils. «Wir haben die Schubhebel in die Startstellung gebracht und das Flugzeug überwacht.»

Landen und rollen später im Jahr

«Es begann sich zu bewegen und zu beschleunigen, wobei es automatisch die Mittellinie der Startbahn bei exakt der eingegebenen Drehzahl hielt», so Beaufils über den Airbus A350-1000.  Die Nase habe sich automatisch gehoben und Sekunden später sei man in der Luft gewesen. Bisher werden Autopiloten mitunter bei der Landung eingesetzt, aber nicht beim Start.

Das Projekt von Airbus geht daher bedeutend weiter. Der Hersteller nennt es ATTOL - Autonomous Taxi, Take-Off and Landing. Tests fürs Rollen und die Landung sollen Mitte des laufenden Jahres folgen. «Viele Flugzeuge sind bereits in der Lage, automatisch zu landen», sagt Projektleiter Sébastien Giuliano. «Sie sind jedoch auf externe Infrastruktur wie das Instrumentenlandesystem ILS oder GPS-Signale angewiesen.» ATTOL ermögliche dies dagegen alleine mithilfe von Technologie an Bord des Jets.

Ähnlich wie selbstfahrende Autos

Ähnlich wie bei selbstfahrenden Autos kommen dabei Sensoren Anwendung, wie Kameras, Radar und laserbasierte Erkennungsmethoden. So erkennt eine Software die Umgebung und berechnet, wie das Flugzeug am besten darin navigiert. «Die größte Herausforderung für die Fähigkeit zur Selbststeuerung besteht darin, wie das System auf unvorhergesehene Ereignisse reagiert», erklärt Arne Stoschek, der bei Airbus für diese Software zuständig ist. «Das ist der große Sprung von automatisiert zu autonom.»

Airbus beeilt sich zu versichern, dass die Piloten dennoch «im Herzen des Betriebes» blieben. Autonome Technologien sei eine Unterstützung, so der Flugzeugbauer. Sie ermöglichten es Piloten, sich weniger auf den Flugbetrieb zu konzentrieren, sondern «vielmehr auf die strategische Entscheidungsfindung und das Missionsmanagement».

Nur noch ein Pilot im Cockpit

Dennoch ist klar, in welche Richtung die Entwicklung geht: Flugzeuge mit nur einem Piloten und vielleicht in Zukunft sogar ganz ohne. Sowohl Airbus als auch Boeing beschäftigen sich damit. Und auch der von China und Russland entwickelte Langstreckenjet CR929 soll bereits von nur einem Piloten allein gesteuert werden können.

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Auf Platz 3 befinden sich mit einem MOM von 0.90 die Modelle Falcon 7X (Cockpit im Bild zu sehen) und Falcon 8X von Dassault Aviation. Auch für die noch im Bau befindliche Falcon 6X gibt der Hersteller diesen Wert dann. Dazu gesellen sich Bombardier Global 5500 und Global 6500.

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